Franz Roser erhält Ehrenmedaille der Hochschule

Rektor Prof. Dr. Winfried Lieber überreichte Franz Roser, dem Leiter des Senior Services, im Beisein von Prorektor Prof. Dr. Andreas Christ und Lydia Schindler, Mitarbeiterin der Graduate-School, Urkunde und Ehrenmedaille (von links).

„Eine Ehrenmedaille kann Persönlichkeiten, die sich um die Hochschule verdient gemacht haben, für ihr langjähriges und selbstloses Engagement verliehen werden. Und diese Kriterien erfüllen Sie ganz und gar“, erklärte Rektor Prof. Dr. Winfried Lieber in seiner Laudatio. Daher habe der Senat der Verleihung auch einstimmig zugestimmt.

Franz Roser hatte die Leitung des Senior Services vor zehn Jahren von Gerlinde Kuhnmünch übernommen, die damals ebenfalls mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet worden war. „Ich bedauere sehr, dass wir die Verleihung diesmal nicht wie damals im Rahmen eine Hochschulfeier zelebrieren können“, erklärte der Rektor während er Franz Roser die Medaille aus Silber sowie eine Urkunde überreichte. „Gerlinde Kuhnmünch hat Strukturen aufgebaut, in die ich mich praktisch wie in ein gemachtes Nest setzen konnte“, gab sich Franz Roser bescheiden. Doch Winfried Lieber entgegnete: „Dass der Senior Service sich in den vergangenen zehn Jahren so gut weiterentwickelt hat, hängt schon sehr stark mit ihrer Person zusammen. Da an der Hochschule die ganz Bandbreite an Kulturen zusammenkommt, ist dafür viel Einfühlungsvermögen, Hilfsbereitschaft und Weltoffenheit notwendig.“ Zudem habe Franz Roser in den vergangenen Jahren viele neue Mitglieder für den Senior Service geworben und die Zusammenarbeit könnte nicht besser sein, ergänzte Lydia Schindler, Mitarbeiterin der Graduate School.

So waren zuletzt rund 80 Senioren bei den jährlich wiederkehrenden Aktivitäten des Senior Services aktiv. Das Gemeinschaftsprojekt der Hochschule Offenburg und des Seniorenbüros der Stadt Offenburg erleichtert internationalen Studierenden seit 2002 das Ankommen und Einleben in Deutschland. Zu den regelmäßigen Angeboten zählen normalerweise die Get-Togethers des International Centers der Hochschule zu Beginn des Sommer- und Wintersemesters, Stadtführungen für die internationalen Erst- und Austauschsemester in Offenburg und Gengenbach, ein „Kaffeeklatsch“ sowie Deutsch-Konversationsgruppen mit den Teilnehmenden des Sommersprachkurses Deutsch an der Hochschule, eine Frühjahrs-Schwarzwaldwanderung für internationale Studierende, ein Biergartentreff beziehungsweise seit einigen Jahren ein Minigolfevent sowie ein Christmas-Get-Together inklusive selbst gebackener Plätzchen und Auftritt des Senior-Service-Weihnachts-Projektchors. Statt letzterem ist in diesem Jahre eine virtuelle Nikolausfeier geplant. An der Organisation und Durchführung all dieser Aktivitäten ist Franz Roser maßgeblich beteiligt und reagiert dabei stets auch auf sich verändernde Bedürfnisse der internationalen Studierenden: Weil diese in den vergangenen Jahre immer mehr an kurzzeitigen, außeruniversitären Aktivitäten mit Einheimischen als an langfristigen Familienanbindungen interessiert waren, hat er zum Beispiel einen Malkurs, einen Kochkurs "Badische Küche" sowie einen Ausflug nach Baden-Baden zur Besichtigung der orthodoxen Kirche ins Leben gerufen. Und auch außerhalb der Veranstaltungen ist Franz Roser stets als Ansprechpartner und Vertrauensperson für die internationalen Studierenden erreichbar. Er organisiert gemeinsam mit dem Team günstige gebrauchte Fahrräder, unterstützt bei der Suche von Nebenjobs oder Interviewpartnern für Masterarbeiten, liest Bachelor- und Masterarbeiten oder Bewerbungsschreiben Korrektur oder begleitet bei Arztbesuchen. Häufig entstehen daraus Freundschaften, die weit über das Studium hinaus fortdauern, sodass das Ehepaar Roser bereits zu Hochzeiten in mehreren Ländern eingeladen war.

„Ich freue mich, dass ich die Ehrenmedaille verliehen bekomme und nehme sie im Namen des gesamten Senior Services an, denn wir sind ein tolles Team in dem sich schon viele Freundschaften gebildet haben“, bedankte sich Franz Roser und versprach schmunzelnd: „Das heißt aber nicht, dass ich jetzt sofort aufhöre.“