Studierende unterstützen Malteser

Medizintechnikstudent Klaus Schneider (rechts) und seine Kollegin vom Malteser Hilfsdienst mit den an der Hochschule Offenburg produzierten Schutzbrillen

Initiiert hat die Aktion der Medizintechnikstudent Klaus Schneider. Dieser wollte nach erfolgreicher Bachelorthesis eigentlich zum Sommersemester mit dem Masterstudium beginnen und im Lauf des Semesters – wie früher schon – beim Malteser Hilfsdienst Offenburg arbeiten. Aufgrund der Corona-Krise und nachdem der Semesterstart verschoben wurde startete der ausgebildete Rettungsassistent und Desinfektor gleich mit der Arbeit. Dabei wurde er natürlich auch mit der Frage nach dem Eigenschutz bei der Behandlung eines Patienten konfrontiert. „Normalerweise bitten wir die Patienten momentan auch einen Mundschutz zu tragen, aber wenn unsere Ärzte einen Abstrich entnehmen müssen, ist das schlecht möglich“, erzählt Klaus Schneider. Die Idee von Schutzvisieren als freiwilliger, zusätzlicher Tröpfchenschutz für die Ärzte auf dem Fieber-Mobil und im ärztlichen Bereitschaftsdienst kam auf.

Weil diese in der aktuellen Situation jedoch schwer zu bekommen sind, erinnerte sich Klaus Schneider daran, dass die Hochschule Offenburg über 3D-Drucker verfügt. Auf seine Anfrage hin bekam er Kontakt zum Team von Prof. Dr. Thomas Wendt. Die Mitarbeitenden und Studierenden waren gern bereit Klaus Schneider und seinen Kollegen kostenlos zu helfen. Sie bereiteten die frei verfügbaren 3D-Dateien der Rahmen auf und legten mit der Produktion los. Gleichzeitig nahmen sie an den Rahmen Modifikationen vor, um vielseitigere Befestigung am Kopf zu ermöglichen.

Inzwischen hat Klaus Schneider bereits mehrere Chargen Rahmen am Hochschulstandort in Gengenbach abgeholt und an seine Malteser-Kollegen weiterverschenkt. Mit auswechselbaren Klarsichtfolien bestückt kommen diese sogar bereits zum Einsatz. Er und seine Kollegen sind dankbar für dieses Geschenk der Hochschule und ihrer Studierenden.