Verein der Freunde beschleunigt Innovation

Wo gehobelt wird, da fallen Späne: Prof. Dr. Ulrich Hochberg, der VdF-Vorsitzende Helmut Schareck, Rektor Prof. Dr. Winfried Lieber und Doktorand Maximilian Gießler nahmen das neue Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum gleich in Betrieb.

„Wir suchen den Kontakt zu den Studierenden, indem wir in die einzelnen Forschungscluster gehen und diese bei konkreten Problemen unterstützen“, erklärte der VdF-Vorsitzende Helmut Schareck bei der Übergabe des rund 5000 Euro teuren Präzisionswerkzeugs. Dieses wurde dringend für die Aufgabenstellung im Rahmen einiger Masterarbeiten gebraucht.

„Wir wollen ein Zykloidgetriebe mit integriertem Motor entwickeln“, erklärt Prof. Dr. Ulrich Hochberg. Dieses solle beispielsweise in der Hüfte des humanoiden Roboters Sweaty zum Einsatz kommen. Den bisherigen prototypischen Funktionsmustern aus Kunststoff habe allerdings die Präzision gefehlt, sie hätten im Betrieb geruckelt. „Um präzisere Funktionsmuster aus Metall herzustellen, brauchten wir aber ein kleines Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum und das möglichst schnell, da eine Masterarbeit in der Regel nur drei Monate dauert“, so Ulrich Hochberg weiter. Von der Anfrage an den VdF bis zur Übergabe der Maschine, die künftig außerdem Turbinenschrauben und andere komplizierte Geometrien auch für das Team Schluckspecht von Prof. Claus Fleig fräsen soll, dauerte es am Ende nur gut einen Monat. Und der VdF vermittelte außerdem den Kontakt zur Firma Kratzer, einem Dienstleister und Hersteller hochkomplexer Präzisionsbauteile für die Industrie, in Offenburg. Kratzer wird das entwickelte Zykloidgetriebe mit integriertem Motor später fertigen.

„Vielen Dank und Anerkennung für die schnelle und unkomplizierte Unterstützung bei der Beschaffung. Ohne diese würde die Innovationsgeschwindigkeit der Professoren Hochberg und Fleig und der Studierenden ausgebremst“, bedankte sich Rektor Prof. Dr. Winfried Lieber beim Verein der Freunde und Förderer für die Hilfe.

Oben die Baugruppe Zykloidgetriebe mit der blau hervorgehobenen Zykloidenscheibe und unten die Simulationsergebnisse der Festigkeitsberechnung (dargestellt durch den Farbverlauf) der Zykloidenscheibe.