Open Game & Fablab Offenburg kommt

Das OGFLab will Gründungsteams schnell und unbürokratisch längerfristig inhaltlich unterstützen und ihnen insbesondere Räume und technische Unterstützung bieten. //Foto: Fotolia

Den fünf Professorinnen und Professoren Oliver Korn, Frank Habann, Andrea Müller, Gerhard Kachel und Thomas Breyer-Mayländer sowie dem Leiter des Gründerbüros der Hochschule, Wolf Blochowitz, ist es jetzt gelungen, das Projekt Open Game & Fablab Offenburg (OGFLab) zu akquirieren. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Richtlinie StartUpLab@FH über vier Jahre mit 1,3 Millionen Euro gefördert. Projektstart ist Anfang 2021 unter der Leitung von Oliver Korn (Human Computer Interaction) und Frank Habann (Entrepreneurship).

Konzipiert ist das OGFLab als fakultätsübergreifende Einrichtung zur Unterstützung von Gründungsteams der Hochschule Offenburg. Es fokussiert die Themen Spiele- und App-Entwicklung (GameLab) sowie Rapid Prototyping (FabLab). Gleichzeitig ist es aber auch offen für Teams mit anderen Schwerpunkten. Das OGFLab setzt vor allem auf interdisziplinäre Teams, die in Planungsgesprächen mit dem Projekt-Beirat auch aktiv forciert werden. So soll unter anderem schon frühzeitig neben technischer auch betriebswirtschaftliche Expertise integriert werden. Jedes Team kann nach einem Auswahlprozess mit bis zu 7500 Euro gefördert werden. Neben der finanziellen Förderung erhalten die Teams ein dezidiertes und individuell angepasstes Gründer-Coaching mit Experten aus Hochschule und Wirtschaft. So wird das OGFLab ein wichtiger Baustein zur Beratung und Unterstützung von gründungswilligen Studierenden und Absolventen der Hochschule Offenburg. Entscheidungen über die Annahme von Gründungsteams und die Förderung werden einmal pro Semester in einem interdisziplinären, fakultätsübergreifenden Beirat mit Wirtschaftsbeteiligung getroffen.

Das OGFLab wird an mehrere bestehende Labore und Institute angeschlossen und in mehreren Containern zentral auf dem Campus untergebracht sein. Diese bieten Platz für mehrere Gründer-Teams, die das Lab jeweils sechs Monate lang nutzen dürfen. Das Lab wird mit moderner IT inklusive der erforderlichen Entwicklungssoftware (unter anderem Visual Studio, Unity 3D, Autodesk Maya), Technik für Anwendungen für die virtuelle und augmentierte Realität (VR/AR) sowie 3D-Druckern und mechanischen Einrichtungen für Rapid Prototyping im Sinn eines Maker-Space ausgestattet sein. Zusätzlich wird ein spezieller Arbeitsplatz eingerichtet mit dem teamübergreifend die User Experience von Produkten getestet werden kann – dabei kommen unter anderem Eye Tracking und Emotionsmessung zum Einsatz.

Hintergrund

Bislang gibt es an der Hochschule ein Gründerbüro, das Beratung, Seminare und Workshops anbietet und Förderprogramme wie das EXIST-Gründungsstipendium vermittelt. Zudem gibt es die fakultätsübergreifende Vorlesung „Entrepreneurship“ und Beratungsmöglichkeiten der Partner wie die Start-up-Connect Initiative der WRO und der IHK. Mit dem OGFLab wird es künftig möglich, Gründungsteams schnell und unbürokratisch auch längerfristig inhaltlich zu unterstützen und ihnen insbesondere Räume und technische Unterstützung zu bieten.