Gemeinsame Mission „Landwirtschaft 5.0“

Von: dk/cd
Die Projektpartner tagten erneut an der Hochschule Offenburg, um die gemeinsamen Ziele im Forschungsprojekt „Landwirtschaft 5.0“ zu definieren. Im Vordergrund ein an der Hochschule Offenburg hergestelltes N.I.C.E.-Solarmodul.

Wie kann Landwirtschaft innovativ, nachhaltig und ökologisch umgesetzt werden? Welche Technologien und weiteren Gesichtspunkte sind dabei von Bedeutung? Um diese Fragen zu beantworten, kamen am 18. März über 16 Projektpartner aus Landwirtschaft, Industrie und Wissenschaft, sowie ein Beirat aus landwirtschaftlichen Verbänden, in Offenburg erneut zusammen.

Ein gemeinsames Projektziel ist beispielsweise, auf jeweils zehn Prozent einer definierten landwirtschaftlichen Nutzfläche die Biodiversität zu fördern, sowie für den Anbau von Biomasse zur anschließenden Karbonisierung zu Pflanzenkohle zu nutzen. Fünf Prozent der Fläche sollen für die Installation von Photovoltaikmodulen verwendet werden(bei Sonderkulturen über dem Acker, bei Großkulturen abseits der Ackerfläche). Neben dem Einsatz von E-Mobilität ist außerdem ein Ziel, Pflanzenkohle im Boden der zu bewirtschaftenden Agrarfläche einzubringen. Auf 15-20 Höfen in der Ortenau soll der Ertrag und die Qualität der Lebensmittel, der Beitrag zu Grundwasser- und Klimaschutz, sowie zur Biodiversität erfasst und ausgewertet werden. Aus dieser Evaluation können anschließend Förderleitlinien für die Politik abgeleitet werden, um die „Landwirtschaft 5.0“ in die Breite zu tragen.

Weitere Aspekte des Vorhabens sind die dauerhafte Kohlenstoffspeicherung, die Verbrennungsvermeidung und der Entzug von CO2 aus der Luft. Zum Thema Karbonisierungstechniken hielt Vincent Xavier von VTGreen einen Impulsvortrag. Dr. Nikolas Hagemann vom Ithaka-Institut und Dr. Dirk Nuber von Climeworks referierten zum Thema Negativemissionstechnologien. Außerdem stellte Prof. Dr. Daniel Kray ein neues Pyrolysekonzept vor.

Nach dem Beschluss der gemeinsamen Projektziele und der Klärung offener Fragen, konnte am Ende des Arbeitstages ein positives Fazit gezogen werden. Die nächsten Schritte bestehen nun darin, Vorstudien durchzuführen und Finanzierungsoptionen zu evaluieren. Ziel dabei wird sein, zunächst die Biomasseströme in Offenburg zu bestimmen und die daraus hergestellten Pflanzenkohlen zu analysieren. Zudem werden Analysemöglichkeiten für Nähstoffauswaschungen und Treibhausgas-Emissionen aus Böden aufgebaut. Weiterhin steht der Einsatz der Pflanzenkohle in städtischen Grünflächen, z.B. bei Stadtbäumen in Offenburg, auf der Agenda.

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