Neuer Master-Studiengang kommt an

Von: jd
Im neuen Master-Studiengang Digitale Wirtschaft/Industrie 4.0 treffen Studierende und Fortbildungsteilnehmende unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Betrieben aufeinander, was einen vielfältigen und praxisnahen Erfahrungsaustausch zur Folge hat.

Ein halbes Dutzend Studierende hat sich der Herausforderung „die Ersten zu sein“ gestellt. „Und das Interesse war noch wesentlich größer, aber etlichen Bewerbern mussten wir absagen, weil sie nicht die für diesen berufsbegleitenden Studiengang erforderlichen zwei Jahre Berufserfahrung hatten“, erklärt die Koordinatorin des Studienprojekts Birgit Müller.

Viele dieser abgelehnten Bewerber hätten stattdessen nun die Chance genutzt, einzelne Module des Master-Studiengangs – wie bisher auch schon möglich – als Fortbildungsmaßnahme zu belegen. „Die Teilnahme an diesen Modulen wird selbstverständlich bei einer späteren Aufnahme des Master-Studiengangs angerechnet“, betont Birgit Müller. Außerdem profitierten sowohl Studierende als auch Fortbildungsteilnehmende derzeit noch von äußerst niedrigen Gebühren, da das Projekt bis einschließlich Sommersemester 2020 vom Europäischen Sozialfonds und vom Land Baden-Württemberg gefördert wird.

Bei einigen Modulen war das Interesse von Studierenden und Fortbildungsteilnehmenden am Ende sogar so groß, dass nicht genug Plätze für alle vorhanden waren. Auch die übrigen Module sind gut belegt. Einschreiben können sich Weiterbildungsinteressierte noch bis Ende Oktober in die „Digitale Fabrikplanung“, da dieses Modul erst im November startet. Und sogar für das Programm des Sommersemesters kommen bereits die ersten Anmeldungen an der Hochschule an und werden von Birgit Müller registriert.

Für die Zukunft hat die Koordinatorin des Studienprojekts daher vor allem einen Wunsch: „dass sich auch mehr Frauen anmelden.“ Denn von den aktuellen Studierenden und Fortbildungsteilnehmenden sind nur etwa zehn Prozent weiblich. Woran das liegt, kann Birgit Müller nur vermuten: „Manche Frauen denken vielleicht, dass sei nichts für sie, aber dem ist nicht so.“

Eine Aussage, die Sarah Glatz nur bestätigen kann. „Am Anfang habe ich gedacht, dass der Studiengang vielleicht zu technisch ist, aber das hat sich nicht bestätigt“, sagt die Master-Studentin, die einst bereits ihren Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Offenburg gemacht hat. Insgesamt mache das Angebot einen guten Eindruck und sei abwechslungsreich. Die vielen unterschiedlichen Themen ermöglichten zudem zahlreiche Einblicke in Felder, die ihr auch in ihrem Berufsalltag begegneten.

Die Vielfalt gefällt auch Burak Ertopcu. Er hat gerade erst seinen Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Offenburg gemacht und gehört zu den Fortbildungsteilnehmenden, denen noch die notwendigen zwei Jahre Berufserfahrung für das berufsbegleitende Master-Studium fehlen. „Die kleine Gruppengröße ermöglicht viele Dialoge und einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch sowohl mit den Teilnehmenden als auch mit den Dozenten. Durch das unterschiedliche Alter der Teilnehmenden und die unterschiedlichen Betriebe aus denen sie kommen, bekommt man zudem viele verschiedene Praxisbeispiele“, hebt er hervor. Und auch insgesamt sei der Mix aus Theorie und Praxis in den einzelnen Modulen des neuen berufsbegleitenden Master-Studiengangs Digitale Wirtschaft/Industrie 4.0 (DiW) gut.

Info

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Digitale Wirtschaft/Industrie 4.0 (DiW) ist thematisch im Schnittfeld von Technik, Informatik und Betriebswirtschaft angesiedelt. Er richtet sich an Ingenieurinnen und Ingenieure (auch Quer- und Wiedereinsteigende), die aktiv die Digitalisierung von Industrie und Wirtschaft mitgestalten möchten. Neben einem umfassenden Überblickswissen vermittelt er fachliche Schwerpunkte unter anderem in der Digitalisierung von Geschäftsprozessen, der Automatisierung und Robotik, cyber-physischen Systemen und moderner Produktionsplanung. Die überschaubaren Studiengruppen (maximal 20 Teilnehmende) bieten ideale Lernbedingungen, fördern den Erfahrungsaustausch innerhalb der Gruppe und ermöglichen einen privilegierten Kontakt zu den Dozentinnen und Dozenten. Mit Blick auf die Zielgruppe Berufstätige ist der drei Semester umfassende Studiengang auf regulär sechs Semester streckbar. Alle Lehrveranstaltungen werden abends, an Wochenenden oder Blocktagen angeboten und zeichnen sich durch starken Praxisbezug aus. Die Teilnehmenden werden zudem ermuntert, die Thematiken ihrer Projekt- und Laborarbeiten aus ihrer jeweiligen beruflichen Arbeitssituation heraus zu entwickeln. Alle wichtigen Informationen zum Masterprogramm sind auf diw.hs-offenburg.de abrufbar. Fragen können Interessierte direkt an Birgit Müller, Koordinatorin des Studienprojekts, adressieren: birgit.mueller@hs-offenburg.de, Telefon 0781 / 205-393.

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