Promotionen

Dissertationen dienen der grundlegenden Bearbeitung und Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen. Da die Hochschule Offenburg stark in der angewandten Forschung ist, kommen die Impulse oft aus anwendungsnahen Themenfeldern.

Unsere Doktorandinnen und Doktoranden tragen so maßgeblich zur Forschung an der Hochschule bei. Sie forschen sowohl innerhalb von strukturierten Graduierten- und Promotionskollegs als auch in Form von Individualpromotionen mit dem Ziel einer kooperativen Promotion an einer Universität im In- oder Ausland.

Sie sind in vielfältigen Forschungsprojekten eingebunden, die sich vorwiegend aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln, aus Promotionsstipendien aber auch aus industriefinanzierten Forschungsvorhaben finanzieren.

Die Sicherung der Qualität ist für uns von hoher Bedeutung. Die intensive Betreuung durch forschungsaktive Professorinnen und Professoren sowie die Einbindung der Doktorandinnen und Doktoranden in Forschungsinstitute und Arbeitsgruppen der Hochschule und überregional gewährleisten den engen wissenschaftlichen Diskurs.

Absolventinnen und Absolventen die eine Promotion anstreben, können sich jederzeit bei den Wissenschaftlichen Leitern der Forschungsinstitute und Forschungsprojekte, beim Institut für Angewandte Forschung (IAF) oder beim Prorektor für Forschung näher informieren. Voraussetzungen sind hohes Interesse an Forschung sowie ein überdurchschnittlicher Abschluss in einem fachlich passenden Masterstudiengang.

Promotionskolleg „Dezentrale nachhaltige Energiesysteme (DENE)“ (2014 – 2017)

Beteiligte Professoren/-innen an der Hochschule: Prof. Dr. habil. Bessler, Prof. Bollin, Prof. Dr. Christ (Sprecher der HS Offenburg), Prof. Dr. habil. Nuß, Prof. Dr. Pfafferott, Prof. Dr. Treffinger

Kooperationspartner: Universität Freiburg, Fraunhofer Institute ISE und IPM, Zentrum für Erneuerbare Energien Freiburg,

Förderer: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Überblick: DENE ist die Weiterentwicklung des kooperativen Promotionskollegs „Kleinskalige erneuerbare Energiesysteme (KleE)“ (2011-2014) mit dem Ziel, die wissenschaftliche Grundlage für eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung aus unterschiedlichen erneuerbaren Energiequellen zu schaffen.

Kleinskalige Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass die Energieerzeugung auf den jeweiligen Bedarf optimiert ist und somit sehr effizient arbeiten kann. Da die Energiequellen jedoch standortabhängig unterschiedliche Leistungsprofile besitzen, sind die sensorische Erfassung individueller Umwelteinflüsse, die Stromspeicherung sowie die Vernetzung dezentraler Systeme für einen ausgeglichenen flächendeckenden Energiehaushalt zwingend notwendig. Derartige Systeme stellen große Herausforderungen an die Informationstechnologie sowie Steuer- und Regelungstechnik. Die öffentliche Akzeptanz gegenüber innovativen Energieversorgungsstrukturen stellt eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg zukünftiger regenerativer Energiequellen dar. Dies erfordert die genaue Untersuchung gesellschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Aspekte.

Forschungsallianz Oberrhein zu den technischen Grundlagen der Nachhaltigkeit (2016-2019)

Beteiligte Professoren/-innen an der Hochschule: Prof. Dr. Aghassi-Hagmann, Prof. Dr. Christ (Mitglied des Leitungskreises), Prof. Dr. Kray, Prof. Dr. Pfafferott, Prof. Dr. Schröder, Prof. Dr. Schüssele

Kooperationspartner: Universität Freiburg, Hochschule Furtwangen, Hochschulen Karlsruhe, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Förderer: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Überblick: Die Thematik der globalen Erwärmung und der Ressourcenknappheit sowie die damit ein-hergehenden ökologischen wie sozialen Konsequenzen sind eine der grundlegenden aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Gerade auf technischer Ebene können hierzu wesentliche Beiträge geliefert werden: Nachhaltige regenerative Energiesysteme substituieren existierende fossile Anlagen, moderne Sensorsysteme werden mit intelligenten Algorithmen versehen, um den Energieverbrauch von Gebäuden oder industriellen Prozessen zu optimieren und Verfahren der Computersimulation ermöglichen eine effizientere Energiewandlung in Kraftwerken aller Art. Ein weiterer Aspekt der Nachhaltigkeit kann in technischen Systemen vorgefunden werden, die dazu konstruiert werden, selbst „nachhaltend“, d.h. widerstandsfähig und resilient gegenüber einer Vielzahl von äußeren Einflüssen zu sein.

Das Ziel der gemeinsamen Nachhaltigkeitsforschung wird hierbei in besonderem Maße durch die Einbindung von Instituten mit dem Forschungsschwerpunkt nachhaltiger Energietechnologien sowie die Integration weiterer, institutsübergreifender Netzwerke und Kooperationsprojekte mit entsprechendem thematischem Schwerpunkt komplettiert.

Promotionskolleg „Modellierung, Entwurf, Realisierung und Automatisierung von gedruckter Elektronik und ihren Materialien (MERAGEM)“ (2016 – 2020)

Beteiligte Professoren/-innen an der Hochschule: Prof. Dr. Aghassi-Hagmann (Wissenschaftliche Sprecherin der HS Offenburg), Prof. Dr. habil. Bessler, Prof. Dr. Mackensen, Prof. Dr. Sikora

Kooperationspartner: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Förderer: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Überblick: Das Forschungsprogramm von MERAGEM erstreckt sich über verschiedene Disziplinen und schließt Materialwissenschaften, Physik, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Informatik ein. Das KIT bietet durch seine hervorragende technologische Infrastruktur den Zugang zu den Drucktechnologien, Materialien und Device-Strukturen sowie Informatik-Infrastruktur. Die Hochschule Offenburg verfügt über langjähriges Wissen und Forschungsaktivitäten insbesondere im Schaltungs- und Systementwurf, Embedded Systems und Informatik. Geforscht und gearbeitet wird auf dem Gebiet der druckbaren Elektronik - von den Materialien bis hin zu Systemen sowie den für das Design benötigten Entwurfs- und Softwarestrukturen.

DFG-Graduiertenkolleg „Simulation mechanisch-elektrisch-thermischer Vorgänge in Lithium-Ionen-Batterien (SiMET)“ (2017–2020)

Beteiligte Professoren/-innen an der Hochschule: Prof. Dr. habil Bessler (Stellvertretender Sprecher des Graduiertenkollegs)

Kooperationspartner: Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Helmholtz Institut Ulm

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Überblick: Ziel des Graduiertenkollegs SiMET ist die Verbesserung des theoretischen Verständnisses von mechanischen, elektrischen und thermischen Eigenschaften von Lithium-Ionen-Batterien. Die Doktorandinnen und Doktoranden in SiMET befassen sich mit Vorgängen in Batteriezellen auf unterschiedlichen Skalen, von den Partikeln innerhalb der mikroporösen Elektroden bis hin zur kompletten Zelle, mit Größen von wenigen Nanometern bis zu etlichen Zentimetern. Ergänzend zur modellgestützten Simulation bietet SiMET einen direkten Zugang zu experimentellen Möglichkeiten wie der Mikro-Computertomographie und komplexen elektrochemischen und thermischen Messverfahren. Das Graduiertenkolleg ermöglicht die zielgerichtete wissenschaftliche Weiterbildung durch ein strukturiertes Qualifizierungs- und Betreuungskonzept auf individueller, kollegübergreifender sowie auf international-wissenschaftlicher Ebene.

Doktorandenschule "Geospeicher.bw – Geothermische Speicherung in Baden-Württemberg" (2017 – 2020)

Beteiligte Professoren/-innen an der Hochschule: Prof. Dr. Breyer-Mayländer, Prof. Dr. Doherr

Kooperationspartner: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Förderer: Programm BWPlus des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Überblick: Im Rahmen des Forschungsprojektes Geospeicher.bw sollen mehrere geothermische Projekte in Baden-Württemberg auf einen effektiven und effizienten Einsatz geothermischer Wärme- und Kältenutzung und Speicherung in komplexen Anwendungen zur Reduzierung fossiler Energieträger untersucht werden. Hierbei sollen die unterschiedlichen ober- und untertägigen Energiekonzepte entwickelt und umgesetzt werden, begleitet von transparenter, dem jeweiligen Stand des Projekts an­gepasster Bürgerinformation und -beteiligung; bürger­schaftliches Engagement soll intensiv angeregt werden. Zudem sollen die umsetzenden kommunalen Versorger Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch erhalten, an welchen auch weitere Stadtwerke/Energieversorger etc. teilnehmen können, um den Erfahrungstransfer für potenzieller Umsetzer solcher Vorhaben zu gewährleisten.