Qualität in Studium & Lehre

Was bedeutet Systemakkreditierung für die Hochschule?

Die Hochschule Offenburg ist seit 2015 systemakkreditiert. Damit kann die Hochschule in hochschulinternen Verfahren alle Bachelor- und Masterstudiengänge, die dieses System durchlaufen haben, ohne externe Begutachtung durch eine Agentur akkreditieren. Dies gilt zum einen für neu einzurichtende Studienprogramme im Rahmen eines Konzeptaudits als auch für die qualitätssichernde Überprüfung bestehender Studienangebote.

Mit der Systemakkreditierung gewinnt die Hochschule an Autonomie und Selbstverantwortung, denn sie ist berechtigt, ihre internen Qualitätssicherungsverfahren im Bereich Studium und Lehre für die Akkreditierung ihrer Studiengänge einzusetzen.

Für die interne Akkreditierung ihrer Studiengänge hat die Hochschule ein Set an Qualitätssicherungsverfahren etabliert, die zum einen die fachlich-inhaltliche Begutachtung und (Weiter)entwicklung des Studienprogramms (Konzeptaudit bzw. QM-Monitoringverfahren) als auch die Überprüfung der Umsetzung formaler externer und interner Akkreditierungskriterien kombinieren und miteinander verzahnen. Werden die Verfahren erfolgreich durchlaufen, ist ein Studiengang akkreditiert.

 

Wie sieht das interne Akkreditierungssystem aus?

Die Akkreditierung von Studiengängen an der Hochschule Offenburg erfolgt durch a) ein Begutachtungsverfahren unter Einbezug eines Gutachter*innenteams mit externer Expertise (Konzeptaudit oder QM-Monitoringverfahren1) sowie b) einen zusammenfassenden Überprüfungsprozess zur internen Akkreditierung durch das Prorektorat Studium und Lehre in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Zentrales Qualitätsmanagement.

Beim Überprüfungsprozess werden die Ergebnisse aus den Begutachtungsverfahren sowie aus der Überprüfung der Umsetzung formaler Akkreditierungskriterien in einem QM-Prüfbericht zu­sammengefasst. Dafür erhält die Stabsstelle Zentrales Qualitätsmanagement einen Auftrag vom Prorektorat für Studium und Lehre.

Auf Basis des QM-Prüfberichts, der eine Einschätzung zur Erfüllung bzw. Nicht-Erfüllung der Akkreditierungsvorgaben beinhaltet und ggf. Schwachstellen aufzeigt, und weiterer Ergebnisse aus den Qualitätssicherungsverfahren gibt das Prorektorat Studium und Lehre eine Stellungnahme ab. Darin wird erläutert, ob für den begutachteten Studiengang Empfehlungen und/oder – bei gravierenden Schwachstellen – Auflagen mit entsprechenden Fristen ausgesprochen werden sollten. Die Studiengangleitung bzw. das Dekanat der betreffenden Fakultät erhält vor der endgültigen Akkreditierungsentscheidung Gelegenheit zur Stellungnahme.

Die Hochschulleitung wird über den Ablauf und die Ergebnisse der internen Qualitätssicherungsverfahren unterrichtet. Auf Basis dieser Ergebnisse, insbesondere des QM-Prüfberichts und der Stellungnahme des Prorektorats Studium und Lehre (sowie ggf. der Fakultät), entscheidet sie letztlich über die Akkreditierung des Studiengangs, ggf. unter Auflagen. Die Studiengangleitung sowie das Dekanat der betreffenden Fakultät werden vom Prorektorat Studium und Lehre über die Entscheidung informiert.

1: Konzeptaudit: bei neuen oder konzeptionell grundlegend überarbeiteten Studiengängen, QM-Monitoringverfahren: bei bestehenden Studiengängen

Welche externen Richtlinien und Vorgaben sind zu berücksichtigen?

Die Hochschule und ihr QM-System sind an externe Richtlinien und Akkreditierungsvorgaben gebunden. In der Musterrechtsverordnung bzw. der daraus abgeleiteten Studienakkreditierungsverordnung des Landes Baden-Württemberg werden fachlich-inhaltliche und formale Kriterien beschrieben, deren systematische Umsetzung auf Studiengangsebene im Verfahren der System(re)akkreditierung durch die Hochschule nachgewiesen werden muss.

Weiterführende Informationen:

Welche internen Vorgaben dienen als Orientierung?

Die Ausgestaltung des Qualitätsmanagements an der Hochschule wird durch eine Qualitätskultur gefördert, die auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Bereichen sichtbar wird. Ein Kernelement ist der kommunikative Austausch auf Augenhöhe im Rahmen von Gremienarbeit, Arbeitskreisen bzw. gemeinsamen Projekten.

Neben den externen Vorgaben hat die Hochschule unter Beteiligung verschiedener Akteure interne Kriterien und Rahmenbedingungen festgelegt, um Qualitätsanforderungen für Studium und Lehre hochschulspezifisch zu präzisieren, eine Anleitung zur Erstellung bzw. Weiterentwicklung von Curricula zu geben und damit auch ihre strategische Ausrichtung deutlicher zu formulieren.

Insbesondere in folgenden Dokumenten sind diese Richtlinien und Vorgaben definiert:

Was sind Qualitätssicherungsmittel und wie werden sie eingesetzt?

Zur Sicherung der Qualität in Studium und Lehre erhalten Hochschulen in Baden-Württemberg seit dem 1. April 2012 Qualitätssicherungsmittel (QSM) vom Land. Diese Gelder werden regelmäßig an die aktuellen Studierendenzahlen angepasst und sollen den Wegfall der Studiengebühren kompensieren... hier weiterlesen

Welcher Qualitätsanspruch wird im Leitbild Studium und Lehre formuliert?

Das Leitbild Studium und Lehre der Hochschule Offenburg wurde am 24. Juni 2020 vom Senat verabschiedet.

Das Leitbild ist eine Weiterentwicklung des Qualitätsverständnisses Lehre. Es stellt eine Symbiose aus bereits gelebten, wichtigen Wertvorstellungen und Leitgedanken aus dem Bereich Lehre und Lernen und angestrebten Zielperspektiven dar.

Dieses Leitbild ist die Basis für eine hohe Qualität in Studium und Lehre und drückt das Selbstverständnis der Hochschule aus. Es bietet einen gemeinsamen Handlungsrahmen und ist richtungsweisend für all diejenigen, die Studium und Lehre mitgestalten.

In einem mehrstufigen, partizipativen Prozess wurde das Leitbild unter Einbeziehung aller Interessensgruppen entwickelt. Es wurde durch eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Professor*innen, Studierenden und Mitarbeitenden als Vertretung aus den Bereichen Hochschulleitung, Fakultäten, QM-Stabsstelle und Hochschuldidaktik, in mehreren Sitzungen erarbeitet bzw. ausformuliert. Im Verlauf dieses Prozesses wurden weitere Hochschulangehörige in die Entwicklung des Leitbilds Studium und Lehre einbezogen: Dazu wurde der Entwurf im Fakultätsrat jeder Fakultät, über öffentliche Aushänge und einen Internet-Aufruf diskutiert und weiterentwickelt.

Seine Konkretisierung bzw. Operationalisierung erfährt das Leitbild auf den unterschiedlichen Zielebenen, in fakultäts- oder studiengangspezifischen Profilen. Sein Aufbau richtet sich nach dem studentischen Lebenszyklus: