Der „Schluckspecht“ fährt jetzt auch autonom

Von: pk
Große Freude: Das „Team Schluckspecht“ der Hochschule Offenburg hat sich mit dem Leichtbaufahrzeug Schluckspecht für den Shell Eco-Marathon in London qualifiziert und wird als bestes deutsches Team in der Kategorie Autonomes Fahren bei dem internationalen Wettbewerb antreten. Foto: Hochschule Offenburg

Seit mittlerweile 20 Jahren nimmt die Hochschule Offenburg mit dem Leichtbaufahrzeug „Schluckspecht“ am Shell Eco-Marathon teil. Dieser ist einer der weltweit größten Energieeffizienz-Wettbewerbe. Ziel ist es, ein Fahrzeug zu konstruieren, das eine bestimmte Distanz mit möglichst wenig Kraftstoff zurücklegt.

Bei den Shell Eco-Marathon Challenger Events bei Paris Ende Mai gab es nun erstmals Gelegenheit dazu, mit einem autonomen, also selbstfahrenden Fahrzeug anzutreten. Das Team Schluckspecht der Hochschule Offenburg schaffte auf Anhieb die direkte Qualifikation, obwohl das Team der Hochschule erst im November letzten Jahres begann, den „Schluckspecht V“ mit der entsprechenden Sensorik und Hardware zur Datenverarbeitung für das Autonome Fahren auszustatten. Von den drei weiteren angetretenen Teams qualifizierte sich nur das Team der DTU (Technische Universität Dänemark) direkt für den Wettbewerb. Das Team der TU München hatte technische Schwierigkeiten und darf sich per „Videobeweis“ noch nachqualifizieren.

Für das Erreichen der Endrunde des Shell Eco-Marathon mussten die Teams unter Beweis stellen, dass ihre Fahrzeuge ganz ohne Eingriff des Fahrers unter anderem durch einen Kurven-Parcours manövrieren, Hindernisse umfahren oder etwa vor einer Wand einparken können. Das Offenburger Team schaffte die Herausforderung locker.

So konnten die Fahrleistungen des Offenburger Schluckspecht bei drei von vier Aufgaben überzeugen. Nur zwei erfolgreich bestandene Aufgaben wären nötig gewesen, um sich für die Klasse „Autonomes Fahren“ im anstehenden Shell Eco-Marathon in London zu qualifizieren.

„Als die Studierenden im November auf mich zukamen, mit dem Ziel den ‘Specht‘ innerhalb von 6 Monaten auf autonomes Fahren hochzurüsten, glaubte ich nicht, dass dies in dieser kurzen Zeit möglich ist. Jetzt haben wir es durch eine grandiose Teamleistung geschafft – fantastisch!“, so Gesamtprojektleiter Prof. Claus Fleig. Die Zeit bis zum eigentlichen Wettbewerb in London vom 3. bis 8. Juli wolle man  nutzen, um einige  „Tuningmaßnahmen“ am Schluckspecht umzusetzen.

Ein Video der Veranstaltung gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=Fv5P0drk_q4

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