Forum-Vortrag 1: Nachhaltige Gebäude

Von: jd
Grafik: S_ag_visuell@Fotolia

Prof. Dr. Jens Pfafferott stellt ab 19 Uhr in Raum D 001 innovative Gebäudetechniken vor und erklärt, wie Häuser auf den ausschließlichen Einsatz von Sonnen-, Wind- und Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft vorbereitet werden können.

Denn der Weg zu Null- und Plus-Energiegebäuden ist gesellschaftlich vereinbart, politisch vorbereitet und in Normen und Richtlinien definiert. Die Marktsituation spiegelt aber weder die aktuellen Anforderungen noch die zukünftigen Herausforderungen wider. So muss die Gebäudetechnik auf den sinkenden Energiebedarf (zum Beispiel kleinere Wärmestromdichten beim Heizen und Kühlen) angepasst werden. Außerdem müssen die Gebäude auf den Einsatz von 100 Prozent erneuerbarer Energie vorbereitet werden. Dazu gehören neben anlagentechnischen Innovationen auch neue Betriebsführungsstrategien hin zu netzreaktiven Gebäuden.

Die Forschungsgruppe Energieeffiziente Gebäudetechnik an der Hochschule Offenburg forscht in der Technischen Gebäudeausrüstung mit den Schwerpunkten Heizen und Kühlen mit thermisch aktiven Bauteilsystemen, Lüftungstechnik und Raumluftströmung, fassaden-integrierter Haustechnik sowie Energiesystemtechnik für Gebäude. Im Zentrum der messtechnisch orientierten Arbeiten stehen Wirtschaft-lichkeit, Energie- und Ressourceneffizienz sowie Arbeitsplatz- und Wohnqualität.

Der Referent

Prof. Dr. Jens Pfafferott studierte Energie- und Verfahrenstechnik an der TU Berlin. Es folgten Stationen bei der Energieversorgung Spree-Schwarze Elster AG (ESSAG) in Cottbus und der Berliner Städtische Elektrizitätswerke AG (BEWAG) im Bereich Fernwärme und Energiemanagement sowie am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg im Bereich Solares Bauen mit Promotion an der Universität Karlsruhe. Seit 2011 vertritt Prof. Dr. Jens Pfafferott die technische Gebäudeausrüstung in Lehre und Forschung an der Hochschule Offenburg. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Heizen, Lüften und Kühlen in Plus-Energiegebäuden, Flächentemperierung, Umweltenergiekonzepte, netzdienliche Betriebsführung von Energieverbundsystemen und sommerliche Wärmebelastung in der Stadt.

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