Hochschule intensiviert Zusammenarbeit mit Maghreb-Staaten

Von: cp
Die marokkanischen und tunesischen Studenten und wissenschaftlichen Mitarbeiter zusammen mit ihren Betreuern, Prof. Dr. Michael Schmidt und Prof. Dr. Axel Sikora //Foto Hochschule

Die Maghreb-Staaten im Norden Afrikas stehen nicht erst seit dem so genannten Arabischen Frühling vor massiven Transformationsprozessen. Trotz aller wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen bieten diese Staaten sehr qualifizierte und ambitionierte Bildungsmöglichkeiten - auch in den technischen Disziplinen. Vor diesem Hintergrund pflegen zwei Institute der Hochschule Offenburg Kooperationen mit nordafrikanischen Universitäten. Im Institut für verlässliche Embedded Systems und Kommunikationselektronik (ivESK) wird mittlerweile im dritten Jahr die Zusammenarbeit mit der Ecole Nationale de Science Informatique (ENSI) der Université de la Manouba in Tunis gepflegt. Jüngste Aktion: Am 6. April fand in der ENSI in Tunis ein Business Hackathon zum Thema Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) unter Leitung von Prof. Dr. Axel Sikora statt. Zehn Gruppen starteten, um innovative Ideen rund um IoT zu erarbeiten. Die drei Gewinnergruppen haben nun die Möglichkeit, ihre Ideen bis zum September in einem Prototyp umzusetzen.

Die Aktivitäten mit ENSI, einer der führenden Bildungsinstitutionen in Tunesien, wird seit 2016 vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft finanziell unterstützt. Sie beinhalten nicht nur Workshops in Tunis und wechselseitige Besuche der Professoren, sondern auch die Möglichkeit für ausgewählte tunesische Studierende, ihre Abschlussarbeit an der Hochschule Offenburg unter der Betreuung der dortigen Mitarbeiter und Prof. Dr. Axel Sikora durchzuführen. Mittlerweile sind drei Ingenieure aus den Vorjahren am ivESK als wissenschaftliche Mitarbeiter tätig und unterstützen die dortigen Forschungsarbeiten für das sichere Internet der Dinge.

Das Institut für Energiesystemtechnik (INES) arbeitet mit den beiden marokkanischen Universitäten Ibn Zohr in Agadir und Cadi Ayyad in Marrakesch auf dem Gebiet der regenerativen und dezentralen Energiesysteme zusammen. Initiiert wurde diese Zusammenarbeit durch die studentische Initiative GREENLIGHT, die sich der Hilfe zur Selbsthilfe in entwicklungsschwachen Regionen Marokkos widmet und dabei intensiv mit lokalen Partnern kooperiert. Die Bereitstellung von erschwinglicher und nachhaltiger Energie ist dabei ein Schlüsselthema. Begleitend wurden 2017 und 2018 Kooperationsverträge zwischen den Universitäten und der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule Offenburg geschlossen. Seit dem WS 2017/18 unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung mit einem Stipendienprogramm zudem den mehrmonatigen Austausch von Studierenden zwischen den Universitäten. In diesem Rahmen sind zurzeit drei marokkanische Doktoranden an der Hochschule Offenburg und werden von Prof. Dr. Michael Schmidt betreut.

 

 

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