Land fördert Batterieforschung der Hochschule

Von: cp
Das "Institut für Energiesystemtechnik" war mit dem Projekt "LIBlife" beim Förderprogramm HAW-KMU-TT erfolgreich. //Bild: Hochschule

Den Technologietransfer stärken: Das ist das Ziel des Förderprogramms HAW-KMU-TT, das vom Land Baden-Württemberg aufgelegt wurde. Es soll in den Bereichen „Erneuerbare Energien“ und Ressourceneffizienz sowie „Biotechnologie“ und „Industrie 4.0/ Digitalisierung“ die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unterstützen. 13 Projekte fördert das Land Baden-Württemberg in den nächsten zwei Jahren mit insgesamt sechs Millionen Euro.

Erfolgreich war auch das Projekt „LIBlife“, das vom Institut für Energiesystemtechnik  (INES) unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Bessler, Prof.  Dr. Thomas Seifert, Prof. Dr. Dirk Velten und Prof. Elmar Bollin eingereicht wurde. Ziel von „LIBlife“ ist es, schnelle und zuverlässige Diagnosemethoden für die Untersuchung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen zu entwickeln. Hauptergebnis sind dabei validierte Softwarealgorithmen, die auf der Grundlage von Messdaten (Spannung, Strom, Temperatur) die Kapazität, Leistungsfähigkeit und den Ladezustand von Batteriezellen schätzen und deren Restlebensdauer vorhersagen. Die Algorithmen werden anhand einer Photovoltaik-Heimspeicherbatterie der beteiligten KMUs demonstriert. „Die begrenzte Lebensdauer von Lithium-Ionen-Batterien verursacht heute eine große Unsicherheit bei Herstellern wie auch bei den Kunden. Im Projekt entwickeln wir eine Gesundheitsanzeige für die Batterie, um die Alterung transparent zu machen. Das sorgt für Verbesserungsmöglichkeiten seitens der Hersteller und höherer Akzeptanz der Verbraucher“, beschreibt Prof. Dr. Wolfgang Bessler die Zielsetzung des Projekts.

Die Gelder aus dem Förderprogramm HAW-KMU-TT kommen hälftig aus Mitteln der EFRE Regionalförderung 2014-2020 und aus Mitteln des Landes. „Baden-Württemberg ist die innovativste Region in Europa. Zu dieser Innovationstärke tragen auch die Hochschulen für angewandte Wissenschaften wesentlich bei. Mit ihrer anwendungsorientierten Forschung, die sie gemeinsam mit den regionalen kleinen und mittelständischen Unternehmen durchführt, leistet die Hochschule Offenburg einen wichtigen Beitrag zum Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft. Das wollen wir weiter stärken. Deshalb fördern wir gemeinsam mit dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) das Forschungsprojekt „LIBlife“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

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