INES – Institut für nachhaltige Energiesysteme
Willkommen am INES
Wir entwickeln Lösungen für eine klimaneutrale Energieversorgung. Unser Team erforscht neue Wege in der Energiesystemtechnik, um Energie zu erzeugen, umzuwandeln, zu speichern und zu nutzen. Uns beschäftigen: Batterietechnik, Elektromobilität, Energiewirtschaft, Gebäudeenergietechnik, Photovoltaiktechnik, Smart Grids, Pflanzenkohle und Wasserstofftechnik.
Forschungsgruppe Elektrische Energiespeicherung (EES)
Lithium-Ionen-Batterien sind aus unserem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Künftig werden Elektrolyseure und Brennstoffzellen für grünen Wasserstoff eine wichtige Rolle spielen. In der Forschungsgruppe Elektrische Energiespeicherung (EES) verbessern wir die Lebensdauer und die Leistungsfähigkeit von Batterien und Brennstoffzellen.
Forschungsgruppe Elektromobilität (EMC² )
Prof. Dr. Christian Klöffer und Prof. Dr. Patrick König leiten gemeinsam das Electric Mobility Competence Center EMC² am INES.
Ein Teil der Forschungsgruppe EMC² forscht im Bereich von Leistungselektroniken und elektrischen Maschinen für den Mobilitätseinsatz. Ein andere Teil untersucht verschiedene elektrische Antriebsstrangtopologien (Varianten des Traktionsbordnetzes) mit Batterien und Brennstoffzellen.
Forschungsgruppe Energieeffiziente Gebäudetechnik (E2G)
Die Forschungsgruppe E2G arbeitet im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung mit Schwerpunkten in der Heiz- und Kühltechnik mit Flächentemperiersystemen, der Klima- und Lüftungstechnik, dem thermischen Komfort und der Raumluftströmung sowie der Energiesystemtechnik.
Forschungsgruppe Energiesysteme und Energiewirtschaft (EEW)
Eine Energieversorgung basierend auf erneuerbaren Energien mit null CO2-Emissionen ist technisch und ökonomisch machbar. Unter dieser Vision forscht die Gruppe EEW an nachhaltigen Energiesystemen in zwei Schwerpunkten Intersektoralen Energiesystemanalyse und Energiemanagement.
Forschungsgruppe Intelligente Energienetzwerke (IEN)
Die Energiewende entscheidet sich im Verteilnetz. Dezentrale Erzeuger, Speicher, flexible Verbraucher und sektorübergreifende Anwendungen müssen intelligent koordiniert werden – effizient und stabil.
Die Forschungsgruppe Intelligente Energienetzwerke (IEN) entwickelt daten- und modellbasierte Methoden zur Analyse, Simulation und Optimierung klimaneutraler Energiesysteme – vom Microgrid bis zur kommunalen Ebene.
Forschungsgruppe Pyrolysis and PV (PnP)
In der Forschungsgruppe Pyrolysis and PV (PnP) werden unter der Leitung von Prof. Dr. Heide Biollaz und Prof. Dr. Daniel Kray insbesondere zukunftsweisende Produktionstechniken von Solarzellen und -modulen entwickelt. Der Fokus liegt auf der strategischen Produktentwicklung für mittelständische Maschinenbauer im Bereich Solarmodulbau.
Forschungsgruppe Wasserstofftechnologie
Wasserstoff ist eines der zentralen Arbeitsfelder der Forschungsgruppen am INES, die sich mit den unterschiedlichen Aspekten, von der Erzeugung über die Verteilung und Speicherung bis hin zur Anwendung des Energieträgers der nahen Zukunft auseinandersetzen.
Einblicke in unsere Forschung
Neue Methoden entwickeln. Prozesse optimieren. Innovationen vorantreiben. Am INES suchen wir nach Antworten auf Forschungsfragen. Unser Vorhabenregister zeigt alle Projekte, die wir gemeinsam mit Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft umsetzen. Darin können Sie alle laufenden und abgeschlossenen Projekte seit 2014 recherchieren. Aktuelle Meilensteine und Durchbrüche in unserer täglichen Arbeit finden Sie unter Einblicke.
Labore
Angewandte Regelungstechnik und Gebäudeautomation
Das Labor für Angewandte Regelungstechnik und Gebäudeautomation verfügt über eine praxisnahe raumlufttechnische Anlage (RLT-Anlage) mit integrierter Klima- und Konditionierungseinheit. Die Anlage erlaubt die gezielte Erzeugung definierter Außen- und Betriebsbedingungen und ist vollständig in eine moderne Gebäudeautomationsumgebung eingebunden. Für Versuche kann ein einzelner Raum gezielt von der übrigen Gebäudestruktur getrennt und unabhängig klimatisiert werden. Dadurch lassen sich regelungstechnische Fragestellungen unter reproduzierbaren und realitätsnahen Bedingungen untersuchen.
Die Automatisierung erfolgt über ein frei programmierbares Direct-Digital-Control-System (DDC) mit Feldgeräten, Koppelmodulen, Sensorik und Aktorik sowie ein übergeordnetes Gebäudemanagementsystem. Messdatenerfassung, Trendaufzeichnung, Parametrierung und Visualisierung der Anlagenzustände stehen umfassend zur Verfügung. Die Laboranlage eignet sich sowohl für grundlegende regelungstechnische Untersuchungen als auch für anwendungsorientierte Versuche im Bereich der Gebäudeautomation.
Typische Laborversuche:
Untersuchung und Parametrierung von Temperaturregelungen in raumlufttechnischen Anlagen (Zuluft-, Raumluft- und Kaskadenregelungen).
Analyse und Vergleich von P- und PI-Reglern einschließlich Reglereinstellung nach gängigen Verfahren (z. B. Ziegler-Nichols, Chien-Hrones-Reswick).
Bewertung des dynamischen Verhaltens von Regelstrecken (Sprungantwort, Zeitkonstanten, Totzeiten).
Aufbau und Untersuchung von Kaskadenregelungen zur Verbesserung der Raumtemperaturführung.
Entwicklung und Analyse von Steuerungs- und Sequenzstrategien für Heiz-, Kühl- und Wärmerückgewinnungssysteme.
Untersuchung von Wärmerückgewinnungsstrategien (rekuperativ und regenerativ) unter Heiz- und Kühlbetrieb.
Praxisnahe Ausbildung in der Programmierung, Inbetriebnahme und Bedienung von Gebäudeautomationssystemen.
Verknüpfung von Regelungstechnik, Energieeffizienz und Gebäudebetrieb anhand realer Anlagenkomponenten.
Kontakt
Manuel Lämmle
Ulrich Kuttruff
Jens Glembin
Batterielabor
Unser Batterielabor stellt eine umfangreiche In-operando und Post-mortem-Diagnostik für dezentrale Energiespeicher und -erzeuger zur Verfügung, insbesondere Lithium-Ionen-Batteriezellen und -Batteriemodule.
Im Batterielabor können Leistungs-, Zyklen- und Alterungstests unter definierten thermischen Randbedingungen ebenso durchgeführt werden wie Charakterisierungen von Zellkapazität, Innenwiderstand und Impedanz, die Öffnung von Lithium-Ionen-Zellen und die Post-Mortem-Diagnostik von Elektroden und anderen Zellbestandteilen. Die Ausstattung umfasst:
Batteriezyklierer für verschiedene Zelltypen für Maximalströme bis zu 800 A und Spannungen bis 80 V (insgesamt rund 25 Kanäle der Systeme Biologic, BaSyTec und EA Elektro-Automatik)
Elektrochemische Impedanzspektrometer (EIS)
Fünf Temperaturprüfschränke verschiedener Größen mit Sicherheitsausstattung für Lithium-Ionen-Batterien und Bleibatterien (-40°C bis +180°C)
Glovebox zum Arbeiten unter Schutzgasatmosphäre
Ausstattung zum Öffnen kommerzieller Lithium-Ionen-Zellen und Ernten von Zellkomponenten
Probenpräparation einschließlich Schleif- und Poliermaschine für Rasterelektronenmikroskopie, Lichtmikroskopie und chemische Analytik
Die Geräte wurden maßgeblich aus Mitteln des BMBF im Projekt Enerlab 4.0 (2018-2020) aufgebaut und seither nach und nach erweitert. Die Infrastruktur wurde im Rahmen des Neubaus des Regionalen Innovationszentrum für Energietechnik (RIZ Energie) bereitgestellt.
Ansprechpartner
Wolfgang Bessler
Bauphysik und thermischer Komfort
Eine Klimakammer simuliert das Umgebungsklima. In Kombination mit zwei angrenzenden Raumklimazellen steht eine sogenannte Doppelklimakammer zur Verfügung. In den beiden baugleichen Prüfräumen (adiabat, mit hoher thermischer Trägheit) können gebäudetechnische Systeme unter praxisnahen Bedingungen messtechnisch bewertet werden. Dazu steht eine aufwendige Messtechnik, Messdatenerfassung und Prozessautomation zur Verfügung. Typische Einsatzbereiche:
Leistungsmessungen an fassadenintegrierter Gebäudetechnik, insb. Lüftung.
Evaluation des dynamischen Verhaltens von Heizung/Kühlung und Lüftung.
Leistungsmessungen an Flächentemperiersytemen (auch Bauteilaktivierung), insb. unter transienten Betriebsbedingungen zur Reglerentwicklung.
Raumluftströmung für verschiedene Lüftungsysteme unter variablen Betriebsbedingungen.
Stationäre und dynamische Sondermessungen für Heizung/Kühlung und Lüftung zur Bestimmung von Leistungskennlinien und Zeitkonstanten.
Betriebsführungsstrategien für träge und flinke Wärme/Kälte-Übergabesysteme in Räumen.
Bewertung des thermischen Komforts (PMV/PPD und lokale Komfortgrößen) in Wohn- und Arbeitsräumen.
Ansprechpartner
Jens Pfafferott
Sascha Himmelsbach
Elektromobilität
Um die Betriebsbereiche der Antriebskomponenten (Batterie, DC/AC-Wandler, E-Maschine) vollständig durchfahren zu können, sind Prüfstände, wie in Abbildung 1 gezeigt, üblich. Die blau hinterlegten Komponenten sind hierbei der zu prüfende DC/AC-Wandler (Frequenzumrichter) bzw. die zu prüfende elektrische Maschine. Die grün hinterlegten Komponenten bilden die Bremseinheit (elektrische Lastmaschine), um die Prüflingsmaschine auf einer bestimmten Drehzahl zu halten. Gelb hinterlegt ist die Spannungsversorgung, die mit dem elektrischen Netz verbunden ist. Häufig kann in Projekten aus Kosten- und Sicherheitsgründen auf eine reale Antriebsbatterie verzichtet und stattdessen auf eine Batterie-Nachbildung mittels eines ansteuerbaren Batterieemulators (rot) zurückgegriffen.
Um die Antriebskomponenten der Elektromobilität in ihrer Vielfältigkeit und Leistungsklasse, vom eScooter über Hybrid- und Elektrofahrzeuge bis hin zu Straßenbahnen abzudecken, sind aktuell zwei Prüfstände im Aufbau bzw. in der Beschaffung. Die Anwendungsbereiche und Leistungsdaten sind in Tabelle 1 dargestellt. Mit der Fertigstellung des Prüfstandes mittlerer Leistung wird in Kürze gerechnet. Der Prüfstand ist in Abbildung 2 gezeigt. Beim Prüfstand für höchste Antriebsleistung wird von einer Inbetriebnahme Ende 2021 ausgegangen.
Zusätzlich zu den beschriebenen Prüfständen zum Betrieb realer elektrischer Maschinen, ist ein so genannter E-Maschinen-Emulator im Einsatz. Ein E-Maschinen-Emulator ist in der Lage, elektrische Maschinen mit (in Grenzen) beliebigen Parametern nachzubilden. Er ersetzt somit den Prüfling in Abbildung 1 durch eine leistungselektronische Komponente, die sich klemmenseitig wie die reale elektrische Maschine verhält. Somit kann beispielsweise die Funktionsfähigeit der entwicklten Steuer- und Regelungsalgorithmen ohne das Vorhandensein weiterer realer Maschinen in seiner Universalität validiert werden. Mit minimalem Aufwand lassen sich hiermit Fehlerfälle in elektrischen Maschinen nachbilden und die Reaktion der Steuer- und Regelungsalgorithmen daraufhin bewerten.
Ansprechpartner
Christian Klöffer
Patrick König
Energieverbundsysteme
Das Labor für kleinskalige Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (mikroKWKK) dient zur Simulation komplexer Energieversorgungssysteme zur Bereitstellung von Strom, Wärme und Kälte im Netzverbund und unter Berücksichtigung der Lastsituation beim Verbraucher. Die aktuelle Netzbelastung wird durch ein externes Signal bereitgestellt. Die tatsächliche Lastsituation wird im Raumklimalabor (mit Klimakammer) abgebildet. Entsprechende Betriebsführungsalgorithmen optimieren unter diesen Randbedingungen das mikroKWKK-System mit Strombezug oder -einspeisung, Wärme- oder Kälteerzeugung und Nutzung der thermischen Speicher.
Dazu stehen folgende Komponenten zur Verfügung:
Blockheizkraftwerk: 5 kW,el / 10 kW,th
Warmwasser-Schichtenspeicher: 1.500 l mit 6 kW,el Heizstab
Adsorptionskältemaschine: 12 kW,th
reversible Wärmepumpe: 12 kW,Kühlung und 16 kW,Heizung
Kaltwasser-Schichtenspeicher: 1.450 l
Kühlturm / Außeneinheit: 29 kW,Abwärme, auch Wärmequelle
Die Komponenten sind so verbunden, dass eine sehr flexible thermo-hydraulische Kopplung möglich ist. Eine umfangreiche Prozessautomation dient in Kombination mit marktüblichen Feldsystemen als Versuchsplattform für optimierte Regelalgorithmen.
Ansprechpartner
Jens Pfafferott
Sascha Himmelsbach
Industrie 4.0
Am RIZ wird ein Demonstrator für industrielles Energiemanagement aufgebaut. Hintergrund ist, dass bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zunehmend die eigene Energieversorgung in den Fokus rückt und PV-Anlagen, Ladesäulen, Speicher installiert werden. Das Energiemanagement nutzt dabei bislang v.a. die Flexibilität in den zuvor genannten klassischen Energiesystemkomponenten. Im Zuge von Industrie 4.0 werden aber durch Automatisierung und Digitalisierung auch die Produktionsprozesse selber flexibler. Im Demonstrator soll gezeigt werden, wie diese Flexibilität in den Industrieprozessen auch für das Energiemanagement nutzbar gemacht werden kann.
Dazu wird der Demonstrator mit zentralen Komponenten von Industrieprozessen ausgestattet, wie verschiedenen Motorengruppen mit Frequenzumrichtern, Kompressoren, Heiz- und Kühlelementen, oder Beleuchtungseinheiten. Die Komponenten werden durch ein umfangreiches Überwachungs- und Automatisierungssystemen ergänzt, das von einem Leitsystem gesteuert wird. Im Leitsystem läuft parallel ein sogenannter digitaler Zwilling, also eine Computersimulation des realen Systems. Dieser digitale Zwilling bildet die Grundlage für eine optimierte Regelung des Demonstrators mittels vorausschauender optimierungsbasierter Regelungsansätze. Neue Methoden des industriellen Energiemanagements können so am Demonstrator getestet und weiterentwickelt werden.
Ansprechpartner
Michael Schmidt
Kälte- und Wärmepumpentechnik
Forschung
Mit der Einrichtung der ersten Nachwuchsprofessur für Kälte- und Wärmepumpentechnik an einer deutschen Hochschule hat die Hochschule Offenburg die Möglichkeit, zu den Vorreitern auf diesem Gebiet in Deutschland zu gehören.
Im Labor für Kälte-und Wärmepumpentechnik wird sowohl an der systemischen Einbindung von Smart Grids, als auch auf Komponentenebene geforscht.
Wie lässt sich die thermische Einbindung von Wärmepumpen verbessern?
Wie kann man die Effizienz dieser Anlagen weiter steigern?
Wie kann man gleichzeitig die Lebenszeit verlängern
Lehre
Den Studierenden werden die Grundlagen von Kältemaschinen und Wärmepumpen vermittelt.
Sie lernen alles über Wirkprinzip, die Komponenten, die Auslegung und Berechnung, die Einbindung in Energiesysteme und das komplexe Verschalten unterschiedlicher Anlagen miteinander.
Im begleitenden Labor haben Studierende die Möglichkeit
praxisnah mit diesen Maschinen zu arbeiten,
sie von Grund auf aufzubauen und in Betrieb zu nehmen,
zu regeln und zu überwachen,
den fachgerechten Umgang mit brennbaren Kältemitteln zu erlernen.
Ansprechpartner
Sebastian Gund
Klimakammer
Klimasimulationen (ohne Solarsimulator) in einer begehbaren Klimakammer (CTS GmbH, Hechingen; Baujahr 2013) mit einem nutzbaren Innenraum von 40 m³ (5,50m (L) x 2,45 (B) x 2,90 m (H)) zwischen -55 °C und +95 °C bei einer hohen Feuchtevariabilität (10% bis 98% relative Feuchte; im Taupunktbereich +5°C bis +82°C) und schneller Reaktionszeit. Typische Einsatzbereiche:
Leistungs- und Ermüdungstests an Komponenten, die der Witterung ausgesetzt sind.
Leistungstests an Fahrzeugen mit hocheffizienten Antrieben unter winterlichen und sommerlichen Bedingungen.
Leistungstests an gebäudetechnischen Systemen, insbesondere elektrische und thermisch angetriebene Wärmepumpen / Kältemaschinen,
Bauphysikalische Produktcharakterisierung von Komponenten und Systemen.
In Kombination mit zwei angrenzenden Raumklimazellen steht eine sogenannte Doppelklimakammer zur Verfügung, um z.B. fassadenintegrierte Gebäudetechnik oder das dynamische Verhalten von Heizung/Kühlung und Lüftung in Räumen zu evaluieren.
Ansprechpartner
Jens Pfafferott
Sascha Himmelsbach
Prozesstechnologie Wasserstoff
Wasserstoff und Bioenergie – flexibel, klimafreundlich, zukunftsweisend
Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Energiequellen wie Strom und Gas (Biogas) klimaschonend erzeugt und effizient genutzt
werden. Eine Schlüsselrolle spielen dabei Wasserstoff und Bioenergie, die sich ideal ergänzen.
Überschussstrom clever nutzen
Die Stromproduktion aus Wind und Sonne schwankt stark. In Phasen mit viel Ökostrom sind
die Preise oft sehr niedrig – manchmal sogar negativ.
Fazit: Überschüssiger Strom kann genutzt werden, um Wasserstoff zu erzeugen, anstatt ungenutzt zu bleiben.
Gas als flexibler Energiespeicher
Der Gasverbrauch, zum Beispiel für Methan oder Biogas, schwankt ebenfalls – im Winter ist er hoch, im Sommer niedrig. Gas lässt sich leicht speichern und bei Bedarf nutzen, wenn Strom knapp ist.
Fazit: Gas ist ein idealer Energiespeicher und bleibt auch in einer grünen Energiezukunft unverzichtbar.
Bioenergie und Wasserstoff – das Zusammenspiel
Die Kombination von Stromüberschüssen und Gasflexibilität eröffnet neue Möglichkeiten:
Überschüssiger Ökostrom wird über Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt.
Der Wasserstoff kann dem Gasnetz zugeführt werden, zeitlich verschoben genutzt oder mit Biogas gemischt werden.
Bioenergie und Wasserstoff ergänzen sich, steigern die Effizienz bestehender Anlagen und nutzen vorhandene Infrastruktur.
Gesetzlicher Rahmen
Im Energiewirtschaftsgesetz wird „Biogas“ weit gefasst: Dazu gehören Biomethan, Klär- und Deponiegas, Grubengas – und künftig auch Wasserstoff aus Ökostrom sowie synthetisches Methan aus erneuerbaren Quellen.
Wasserstoffprojekte in Deutschland
Bisher wurden 88 GW Elektrolysekapazitäten gemeldet – tatsächlich gebaut oder im Bau ist jedoch nur ein kleiner Teil. Hinderungsgründe: hoher Strompreis, teure Anlagen und fehlendes Wasserstoffnetz (geplant 2032).
Die vorgeschlagene Lösung
Kurzfristig:
Bau einfacher, kostengünstiger Elektrolyseure, die nur bei sehr günstigen Strompreisen laufen.
Einspeisung des Wasserstoffs in bestehende Gasnetze – ohne neue Infrastruktur.
Langfristig:
CO₂ aus Biogasanlagen mit Wasserstoff zu klimaneutralem Methan umwandeln.
Nutzung als Treibstoff, Energiespeicher oder Industriegrundstoff.
Low-Cost-Elektrolyseure – flexibel und robust
Neue Elektrolyseure sind speziell für kurze Einsatzzeiten bei sehr günstigem Strom konzipiert:
Rahmenloses Design in Prägetechnik
Dichtungen aus der Automobilindustrie
Keine teuren Edelmetalle oder PFAS-Stoffe
Etwas geringere Effizienz, dafür extrem kostengünstig
Perspektive: klimaneutrales Methan
Pflanzen nehmen CO₂ aus der Luft auf. Dieses CO₂ kann zusammen mit Wasserstoff zu Methan umgewandelt werden – ein nachhaltiger Kreislauf, der Energie erzeugt und gleichzeitig das Klima schützt.
Fazit
Mit einfachen, flexiblen Lösungen lassen sich Stromüberschüsse nutzen, Biogas aufwerten und langfristig klimaneutrales Methan herstellen. So entsteht ein intelligentes Zusammenspiel von Bioenergie und Wasserstoff – für eine nachhaltige, zukunftsfähige Energieversorgung.
Ansprechpartner
Ulrich Hochberg
Patrick König
PV-Labor
Die Photovoltaik (PV) ist neben der Windenergie die tragende Säule der zukünftigen globalen Energieversorgung, die zu 100% auf erneuerbaren Energieträgern beruht. Wir entwickeln und forschen dazu, die Photovoltaik noch umweltfreundlicher zu machen. Dies geschieht z.B. durch Einsparung von Verbrauchsmaterialien, um noch mehr Solarleistung pro Quadratmeter Fläche, pro Gramm Silizium, Glas, usw. zu erreichen.
Unser Fokus liegt insbesondere auf folgenden Bereichen:
Solarmodule ohne Kunststoff-Einkapselung (N.I.C.E.TM-Technologie – Herstellung und Integration)
Charakterisierung von Solarzellen und -modulen
Dafür verfügen wir über eine Laborausstattung, um die Prozesse in Manufaktur zu optimieren:
Class A+AA+ LED-Flasher bis 1,0 x 2,0 m2 Modulgröße (Wavelabs)
Laminator für Glas-Folien- und Glas-Glas-Module bis 640 x 480 mm2 (E.E.T.S.)
Außenteststand mit Monitoring für mono- und bifaciale Module (Eigenbau)
Dispenser bis 525 x 525 mm2 (NordsonAsymtek)
Klimaprüfschrank
Handgerät für Plasmareinigung von Oberflächen (Relyon)
Multi-Tool für u.a. PL/EL/Grid Resistance (Eigenbau)
QSSPC und SunsVoc (Sinton Instruments)
LEXT Laser Scanning Mikroskop (Olympus)
IonSlicer für beidseitige Ar-Ionen-Politur von STEM-Proben (JEOL)
REM mit STEM- und EDX-Funktionen (JEOL)
Ansprechpartner
Daniel Kray
Pyrolyse-Labor
Pflanzenkohle ist der Festrückstand aus der Pyrolyse von Biomasse. Das entsprechende Verfahren PyCCS (pyrogenic carbon capture and storage) bzw. BCR (biochar carbon removal) liefert weltweit über 80% der produzierten Kohlenstoffsenken. Damit ist es die am weitesten entwickelte Negativemissionstechnologie (NET) zum aktiven CO2-Entzug. Sowohl die Pflanzenkohle, als auch die entstehenden Pyrolyseöle und -gase können heute und in Zukunft helfen, die Wirtschaft zu defossilieren und das Klima aktiv zu kühlen.
Unser Fokus liegt insbesondere auf folgenden Bereichen:
Pflanzenkohle aus Biomassen zur Anwendung in der Landwirtschaft und Materialien
Charakterisierung von Pyrolyseprozessen und Pflanzenkohlen
Dafür verfügen wir über eine Laborausstattung, um die Herstellung und Anwendung von Pflanzenkohlen und Pyrolyseprodukten zu optimieren:
Mühlen zur Zerkleinerung (Schneid-, Hammer-, Kugelmühlen, Häcksler)
Pelletieranlage
Trockenschränke
Muffelofen
Chemische Analytik im Chemielabor (u.a. TOC, TN, GC, ICP-OES)
Wasserhaltekapazität
Labor für Rundbildchromatographie
Rasenbesander zur Ausbringung von Pflanzenkohle
Zugang zu Gewächshaus für Pflanzversuche
Kon-Tiki manueller Pyrolysereaktor mit Abgasanalytik
Vollautomatische Pyrolyseanlage mit 10 kg/h Biomasse-Durchsatz (Regenis MAX)
Unsere Pflanzenkohle-Projekte finden im Rahmen des Think Tanks FYI:Landwirtschaft 5.0 (fyi-landwirtschaft5.org) statt.
Kontakt
Heide Biollaz
Daniel Kray
Raumluft- und Klimatechnik
Im Labor für Raumluft- und Klimatechnik werden in erster Linie innovative Klimasysteme und neue Komponenten wie Luftdurchlässe, Kühldecken, Wärmerückgewinnungssysteme, Luft/Wasser-Wärmetauscher etc. unter den Aspekten von Energieeffizienz und thermischem Komfort untersucht. Das Labor umfasst einen Laborraum und eine Labor-Klimaanlage. Im Laborraum (variable Größe bis 7,20 m x 7,20 m x 5,50 m, Seitenwände temperierbar) steht eine umfangreiche Messtechnik für die Untersuchung der Raumluftströmung und des thermischen Komforts zur Verfügung, insbesondere zur Messung von Raumluftgeschwindigkeit und Turbulenzgrad, Schall, Lufttemperatur, Luftfeuchte und Differenzdruck. Ebenso ist eine Strömungsvisualisierung möglich. Die Klimaanlage beinhaltet sämtliche Komponenten zur thermodynamischen Luftbehandlung und kann sowohl zur Untersuchung optimierter Betriebsführungsstrategien als auch zur Luftvorkonditionierung (für die experimentelle Analyse klimatechnischer Systeme) genutzt werden.
Ansprechpartner
Jens Pfafferott
Sascha Himmelsbach
SHK.4.FutureEnergySystems
SHK.4.FutureEnergySystems – Ein See-Container wird zum energieautarken Tiny House
“Das Projekt SHK.4.FutureEnergySystems zeigt die Vielseitigkeit der SHK-Berufe in Ausbildung [Anlagemechanik, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik] und der TGA-Planung im Studium [Maschinenbau / Energie- und Gebäudetechnik].”
Das energieautarke Tiny House
demonstriert, wie man von der ersten Idee bis zur Fertigstellung gemeinsam ein Projekt für die Energiewende umsetzt,
zeigt typische Anlagekomponenten für Energie effiziente Wohn- und Bürogebäude und
gewährleistet über das ganze Jahr eine gute Wohnqualität mit angenehmen Raumtemperaturen und hoher Luftqualität, sorgt für warmes Trinkwasser und liefert Strom an alle elektrischen Systeme.
Und das allein mit Solarenergie!
Energiekonzept und Anlagetechnik
Das energieautarke Tiny House wird allein mit Solarenergie versorgt.
Die Photovoltaik-Module der kombinierten PVT-Module wandeln die Solarstrahlung in Strom um, der in das Speichersystem fließt und von einer integrierten Regelung gemanagt wird. Dazu wandelt der Wechselrichter den Solarstrom auf ein Spannungsniveau von 48 Volt Gleichstrom oder 230 Volt Wechselspannung um. Er arbeitet als Laderegler für die Batterie und als Spannungsquelle für die elektrischen Verbraucher. Das ist – neben der Solarwärme aus den Solarkollektoren – die einzige Energiequelle für das Tiny House.
Die Batterie kann acht Kilowattstunden elektrische Energie speichern und bis zu vier Kilowatt elektrische Leistung von den Photovoltaikmodulen beziehen oder an die Verbraucher liefern.
Im Winter wird die Wärme von der Wärmepumpe bereitgestellt, die die Wärme aus den Solarkollektoren auf die passende Temperatur bringt und in den Wärmespeicher einspeist. Die Solarwärme wird genutzt, um das Kältemittel auf der kalten Seite zu verdampfen. Die warme Seite der Wärmepumpe – der Verflüssiger – produziert dann Raumwärme bei der gewünschten, höheren Temperatur.
Im Sommer wird die Kälte tagsüber durch die Wärmepumpe erzeugt, indem nun die kalte Seite – der Verdampfer – genutzt wird. Dabei erwärmt die Wärmepumpe über ihre warme Seite gleichzeitig den Wärmespeicher. In der Sommernacht kann dann die tagsüber gesammelte Abwärme über die Kollektoren an die kühle Außenluft abgegeben werden.
Neben Raumwärme und -kälte erzeugt die Wärmepumpe auch warmes Trinkwasser.
Im Winter fließt warmes Wasser aus dem Wärmespeicher über den Heizkreisverteiler in die Fußbodenheizung. Und im Sommer fließt kühles Wasser aus dem Kältespeicher über den gleichen Verteiler in die Deckenkühlung.
Eine übergeordnete Regelung sorgt je nach Wetter sowie Wärme- und Kälteverbrauch für den optimalen Betrieb der Gesamtanlage. Die Wärmepumpe ist das Herzstück des Energiesystems und managt alle Energieströme und Systemtemperaturen. Sie erhält Informationen aus dem gesamten System, insbesondere vom Solarkollektor.
Unter Nutzung des Wärme- und Kältespeichers sowie der elektrischen Batterien gelingt es so, das Tiny House während des gesamten Jahres energieautark und nur mit Solarenergie zu betreiben. Alternativ kann das Tiny House im Stromnetz netzdienlich betrieben werden. Dann werden die Batterien bei einem großen Stromangebot geladen und stellen bei Strommangel, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint, elektrische Energie zur Verfügung.
Während der Planung wird – neben anderen Planungswerkzeugen – eine gekoppelte, dynamische Gebäude- und Anlagensimulation genutzt, um die einzelnen Anlagenkomponenten zu dimensionieren und aufeinander abzustimmen. Die Raumtemperatur liegt im Winter (zwischen 20 und 24 °C) und im Sommer (zwischen 23 und 26 °C) im Komfortbereich.
Die Jahres-Energiebilanz zeigt, dass ein großer Teil des Solarstroms von der Wärmepumpe genutzt wird, um warmes Trinkwasser, Raumwärme und -kälte bereitzustellen. Das Tiny House benötigt darüber hinaus nur wenig elektrische Energie für Licht und Kleinverbraucher sowie für den Betrieb der Lüftungsanlage.
Studentisches Projekt
Auszubildende der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule in Freiburg und Studierende der Hochschule Offenburg bauen einen See-Container zu einem energieautarken Informationspunkt für erneuerbare Energien um.
Integrales Planen und Bauen sind die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Energie- und Bauprojekte: Hier arbeiten Bauherr, Architekt, Fachplaner und Handwerker Hand in Hand zusammen. So formuliert der Bauherr seine Wünsche und Anforderungen. Der Architekt setzt diese Wünsche um und erarbeitet zusammen mit den Fachplanern für technische Gebäudeausrüstung das Gebäude- und Energiekonzept. Diese Planung findet Schritt für Schritt in enger Abstimmung mit dem Bauherrn statt. Architekt und Fachplaner unterstützen den Bauherrn bei der Systementscheidung und der Auswahl der ausführenden Firmen auf der Baustelle. Architekt und Fachplaner übernehmen dann im Projektverlauf die Bauleitung, wobei die Handwerker die Pläne auf der Baustelle umsetzen. Dabei stimmen sich Bauherr, Architekt, Fachplaner und Handwerker immer wieder ab, um Gebäude und Energiesystem optimal aufeinander abzustimmen. Sobald das Gebäude und die Anlagentechnik vom Architekten und Fachplaner in Zusammenarbeit mit den Handwerkern in Betrieb genommen worden ist, wird es an den Bauherren und Nutzer übergeben.
Im Projektverlauf haben die SHK-Auszubildenden aus Freiburg und die TGA-Studierenden aus Offenburg alle Leistungsphasen eines Planungs- und Bauprozesses von der Grundlagenermittlung über den Entwurf des Gesamtsystems und die Planung der Einzelkomponenten, die Ausschreibung und Vergabe, die Bauleitung und die Realisierung bis hin zur technischen Dokumentation und Inbetriebnahme kennengelernt. Studierende und Auszubildende haben das Konzept integral geplant. Auf der Basutelle haben sie sich dazu gegenseitig erklärt, wie ein energieautarkes Gebäude ingenieurmäßig geplant wird und wie man es auf der Baustelle handwerklich umsetzt.
Das Projekt SHK.4.FutureEnergySystems hat mehrere Preise gewonnen und kann bei messen oder in Offenburg am RIZ Energie besucht werden:
Die Teilnehmer am Projekt SHK.4.FutureEnergySystems wurden als Finalisten für den studentischen Wettbewerb STUDENTEN I GESTALTEN I ZUKUNFT nominiert.
Die Verleihung des Seifriz-Preises 2020 durch die Handwerkskammer an das Projekt SHK.4.FutureEnergySystems zeigt darüber hinaus, dass die Ergebnisse auch in der gewerblichen Ausbildung positiv aufgenommen wurden.
Der Container wurde auf der bautec in Berlin vom 18. bis 21. Februar 2020 vorgestellt, wo die Studierenden das Projekt im Rahmen des Hochschultages auf dem bautec-campus präsentieren konnten.
Der Container wurde auf der Gebäude.Energie.Technik (GETEC) im Februar 2020 in Freiburg ausgestellt.
Monitoring und Forschung
Nach Fertigstellung sammeln wir in verschiedenen Forschungsprojekten Betriebserfahrungen mit dem Tiny House.
Und natürlich zeigt das Tiny House Studierenden und Auszubildenden (in Zusammenarbeit mit der Gewerbeakademie Freiburg und Offenburg) energieeffiziente Technologien im Praxiseinsatz.
In Kooperation mit Projektpartnern aus Marokko entwickeln wir im Projekt village.school eine Lehrveranstaltung, in der Studierende an marokkanischen Hochschulen praxisnah lernen, wie energieeffiziente Gebäude geplant, gebaut und betrieben werden. Das Tiny House dient in dieser Lehrveranstaltung als Praxisbeispiel.
Smart Grid
Am RIZ Energie wird ein komplexes dreiphasig ausgelegtes Stromnetz als Micro Grid betrieben, das möglichst aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. Drei Photovoltaikgeneratoren sorgen mit je 2,16 kW Peakleistung für einen bedeutenden Beitrag aus Solarenergie. Für die Zwischenspeicherung der Energie werden stationäre Batterien verschiedener Technologien geladen oder die Traktionsbatterie des Elektrofahrzeuges „betankt“. Als Energienutzer können verschiedene schaltbare Lasten in das Stromnetz integriert werden. Elektronische Lasten erlauben es, unterschiedliche Anwendungsfälle zu emulieren, vom Einfamilienhaus bis zum kleinen Gewerbebetrieb. Die Energiebereitstellung aus regenerativen Energiequellen wird durch einen Windgenerator mit 5,5 kW Peakleistung ergänzt.
Die intelligente Steuerung der einzelnen Komponenten erfolgt über ein prädiktives Energiemanagement welches Wetter-, Bedarfs- und Nutzungsprognosen berücksichtigt. Ein wichtiger Anwendungsfall ist die netzdienliche Steuerung, bei der das Micro Grid beispielsweise über das eingebaute Smart Meter Gateway mit externen Partnern im Sinne eines Smart Grids kommuniziert und je nach Zustand des übergeordneten Netzes oder des Marktes Strom aufnimmt oder abgibt.
Die Automations- und Kommunikationsstruktur erfolgt auf SPS-Basis mit direkter Kopplung mit der Managementebene des Micro Grids. Damit lässt sich das komplexe Zusammenspiel von Datenerfassung von Zählern und Netzzuständen, der Reglung und Steuerung sowie Ertrags- und Bedarfsprognosen in einem Energiemanagementsystem abbilden.
Ansprechpartner
Michael Schmidt
Transfer
Informationen für Unternehmen
Kooperationen
Für Unternehmen gibt es zahlreiche Möglichkeiten Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der Energietechnik umzusetzen: Von der Energieerzeugung über die Energiespeicherung und -verteilung bis hin zur Energienanwendung. Viele Arbeiten sind experimentell ausgerichtet und werden durch numerische Methoden unterstützt. Ergänzt werden diese Arbeiten oft durch Feldstudien und Monitoringkampagnen an Komponenten oder Systemen im laufenden Betrieb und unter Nutzungsbedingungen.
Direkte FuE-Aufträge bieten sich häufig innerhalb der Produktentwicklung mit kürzeren Projektlaufzeiten an: Beratung, Gutachten und Studien. Messtechnische Untersuchungen zur Schwachstellenanalyse und Produktcharakterisierung. Modellbasierte und numerische Auswertungen für Optimierungspotenziale.
Kooperationsprojekte mit weiteren Unternehmen und anderen Forschungseinrichtungen bieten sich für mehrjährige, komplexe Fragestellungen mit einem höheren Forschungsanteil an: Labormessungen, Feldstudien, Monitoringkampagnen, Systementwicklung und umfangreiche numerische Simulationen.
Informationen für Studierende
Studierende im Bereich der Energietechnik haben zahlreiche Möglichkeiten, in laufenden Forschungsprojekten mitzuarbeiten, vom Praxissemester über Abschlussarbeiten bis hin zur studienbegleitenden Anstellung als wissenschaftliche Hilfskraft. Interessierte können sich je nach ihrer thematischen Neigung direkt an die jeweiligen INES-Professoren wenden und diese gern im Rahmen der Vorlesungen und Labore ansprechen — im neuen Bachelor-Studiengang Energie und Gebäudetechnik, im internationalen Master-Studiengang Renewable Energy and Data Engineering und weiteren Studiengängen der Hochschule Offenburg.
Das praxisnahe Studium stellt die Vielfalt der Energietechnik vor und führt die Studierenden in ganz konkrete Aufgaben aus dem Berufsleben ein:
In studentischen Laboren wird die erlernte Theorie angewendet. Versuche werden selbstständig oder angeleitet durchgeführt und es besteht die Möglichkeit, an aktuellen Forschungsprojekten des Instituts für nachhaltige Energiesysteme (INES) teilzunehmen.
In studentischen Projekten beschäftigen sich die Studierenden in Teams mit der konkreten Ausgestaltung und Umsetzung der nachhaltigen Energie- und Gebäudetechnik.
Im Praxissemester können die Studierenden ihr Wissen in einem Unternehmen anwenden und eigene Projekte entwickeln und umsetzen.
In Exkursionen erleben die Studierenden die unterschiedlichen Branchen der Energietechnik.
Durch die Mitarbeit an Forschungsprojekten können die Studierenden im Verlauf des Studiums ihre Fachkenntnisse vertiefen. Interessierte können sich gern an die Forschungsgruppe oder den jeweiligen Professor wenden.
Weitere Informationen
Team
Professor*innen
Mitarbeitenden
Kontakt und Anfahrt
Lieferanschrift
Regionales Innovationszentrum für Energietechnik
Badstr. 22a
77652 Offenburg
Postanschrift
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Medien Offenburg
Institut für nachhaltige Energiesysteme
Badstr. 24
77652 Offenburg
Telefon: (0781) 205-0
Telefax: (0781) 205-214
E-Mail: ines@hs-offenburg.de
Anfahrt
Das INES ist im Regionalen Innovationszentrum für Energietechnik (RIZ Energie) auf dem Hauptcampus in Offenburg angesiedelt.
GoogleMaps Plus Code: FW6R+2J Offenburg
Stellenangebote
Akademische Stellen
Für die Forschungs- und Entwicklungsteams werden laufend engagierte akademische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Aktuelle Stellenangebote sind auf den Karriereseiten der Hochschule Offenburg gelistet. Die INES-Professoren freuen sich auch unabhängig von aktuellen Ausschreibungen über Initiativbewerbungen.
Ebenfalls möglich ist die Durchführung von Promotionen im Rahmen von kooperativen Promotionskollegs oder individuellen Promotionsverfahren.
Ausstattung
Das Institut für nachhaltige Energiesysteme ist am Regionalen Innovationszentrum für Energietechnik (RIZ Energie) am Hauptcampus Offenburg angesiedelt. Das Forschungsgebäude verfügt neben modernen Büros für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ein Technikum mit einer Fläche von rund 900 m². Das Technikum bietet Platz für Großgeräte, Prüfstände und größere Laboreinheiten für die am INES untersuchten Forschungsthemen.
Publikationen
Seit Gründung des INES im Jahr 2012 werden jedes Jahr zahlreiche Publikationen aus allen Forschungsgruppen veröffentlicht. Die Liste der Veröffentlichungen finden Sie auf dem OPUS Hochschulschriftenserver der Hochschule Offenburg. Klicken Sie dafür einfach hier.
Kontakt