Zehn ukrainische Ingenieurstudierende absolvieren Praxisphase in Offenburg

Im Rahmen des Partnerschaftsabkommens mit der Universität "Zaporizhzhia Polytechnic" waren sie zwei Wochen an der Hochschule zu Gast.

05.05.2026 · Pressemitteilung · Editorial Office: jd

Eine Gruppe junger Menschen sitzt auf beziehungsweise steht hinter eine Bank vor Bäumen
Prorektor Prof. Dr. Tobias Hagen, Prof.in Dr. Evgenia Sikorski und Dr. Oksana Lozovenko (sitzend von rechts) begrüßten die ukrainischen Studierenden und ihre Professorinnen.

Bereits zum zweiten Mal sind ukrainische Studierende aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Werkstofftechnik, Luft- und Raumfahrttechnologie sowie Automation, Mechatronik und Robotik an die Hochschule Offenburg gekommen, um praktische Laborarbeit mit modernsten Einrichtungen sowie Unternehmensbesuche durchzuführen. Dinge die in der in Frontnähe liegenden Stadt Zaporizhzhia derzeit nicht möglich sind. „Wir haben fast ausschließlich Online-Unterricht“, „An die Uni kommen wir nur in Ausnahmefällen und nur in kleine Gruppen, da es nicht genug Luftschutzräume für alle Studierenden gibt“, beschrieben die Gäste ihren von Bombenangriffen geprägten Alltag.

Und so war die praktische Arbeit in den Laboren Hands-on (Kraft- und Arbeits)Maschinen sowie Werkstofftechnik (Metalle und Kunststoffe) zusammen mit Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden der Hochschule Offenburg für die meisten ukrainischen Studierenden eine völlig neue Erfahrung. Durch Unternehmensbesuchen bei HIWIN in Offenburg, der ZIMMER Group in Rheinau und der Richard Neumayer GmbH in Hausach erhielten diese und die beiden mitgereisten Professorinnen zusätzlich Einblicke in moderne Fertigungstechnologien und -prozesse. Im Rahmen eines Kolloquiums präsentierten die Ukrainerinnen und Ukrainer am Ende die Ergebnisse ihrer Laborexperimente und berichteten über ihre Erfahrungen bei den Unternehmensbesuchen sowie bei verschiedenen Freizeitaktivitäten. Unter anderem hatte die Gruppe, die im Pfadfinderheim am Sägeteich wohnte und von Biomechanik-Student Illia Artamonov sowie Prof.in Dr. Evgenia Sikorski und der von der “Zaporizhzhia Polytechnic” kommenden und inzwischen an der Hochschule Offenburg lehrenden Dr. Oksana Lozovenko begleitet wurde, Ausflüge nach Straßburg und Basel sowie eine Radtour in die Umgebung unternommen.

Rektor Prof. Dr. Stephan Trahasch und der Leiter des International Center Dr. Alexander Burdumy überreichten den Studierenden am Ende ihre Teilnahme-Zertifikate und eine Tasche mit Erinnerungen. Dabei schloss sich Stephan Trahasch einer Hoffnung an, die Prof. Dr. Tobias Hagen, der Prorektor für Internationalisierung, bereits bei der Begrüßung der Gäste geäußert hatte: Nämlich, dass die Kontakte zu einer echten Tradition und sogar noch ausgebaut werden. So sei die „Zaporizhzhia Polytechnic“ inzwischen assoziiertes Mitglied der europäischen Hochschulallianz ChallengeEU, der auch die Hochschule Offenburg angehört, außerdem gäbe es Gespräche über gemeinsame Studienangebote und Forschungsprojekte, erklärte der Rektor. Zustande gekommen war die Partnerschaft 2023 durch den persönlichen Kontakt Evgenia Sikorski und Oksana Lozovenko.

Impressionen vom Besuch