WFCS-Konferenz ist auf allen Ebenen ein Erfolg

Internationale IEEE-Veranstaltung zum Thema Wireless Factory Communication Systems (WFCS) fand erstmals an der Hochschule Offenburg statt.

22.04.2026 · Meldung · Redaktion: jd

Gruppenfoto der Teilnehmenden auf einer Außentreppe

Vom 21. bis 24. April ist das Institut für verlässliche Embedded Systems und Kommunikationselektronik (ivESK) der Hochschule Offenburg Gastgeber der 22. Ausgabe der WFCS. ivESK-Leiter Prof. Dr. Axel Sikora hieß die rund 80 Teilnehmenden aus zwölf Ländern zum offiziellen Konferenzauftakt am Mittwochmorgen willkommen und ging kurz auf die Tutorien und Demonstrationen des Vortrags ein, die sehr gut angekommen waren und interessante Diskussionen ausgelöst hatten. Anschließend gab Dr. Stefano Scanzio vom mitorganisierenden Institut für Elektronik, Informatik und Telekommunikation CNR-IEIIT aus Italien einen Einblick in die Historie der WFCS, die vom weltweiten Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) und der Industrial Electronic Society (IES) unterstützt und vom IEEE Technical Committee on Factory Automation (TCFA) koordiniert wird. Und Prof. Dr. Thomas Eisele, Prorektor für Forschung und Transfer an der Hochschule Offenburg, stellte den Gästen aus Brasilien, Belgien, China, Irland, Italien, Polen, Portugal, Österreich, Schweden, Spanien, Taiwan und den USA, die in Präsenz und online dabei waren, die Hochschule Offenburg und die trinationale Metropolregion Oberrhein mit ihren Forschungs- und Wirtschaftsstärken, aber auch ihren landschaftlichen Reizen vom Rhein bis zum Schwarzwald vor.

Mit seiner Feststellung, die WFCS behandele keine abstrakten Fragen, sondern entscheidende Themen für den wirtschaftlichen Erfolg von morgen, leitete Thomas Eisele dann zum eigentlichen Konferenz-Programm über. Dieses eröffnete die erste Keynote-Speakerin Dr. Lena Yoshihara-Lisch. Sie zeigte auf, wie wichtig ausfallsichere drahtlose Datennetzwerke für intelligente Anwendungen für smarte Gebäude, Firmen, Städte aber auch Notrufsysteme sind. Als Beispiel hatte sie die Reduzierung des Wasserverlustes in öffentlichen Kanalnetzen gewählt. Um kleinen Lecks oder Tropfstellen schnell auf die Spur zu kommen und möglichst schon proaktiv tätig werden zu können, brauche es große Mengen an Daten in einer hohen Qualität und Frequenz. Ein festinstalliertes kabelloses Kommunikationsnetzwerk könne diese in unter fünf Minuten liefern, so die Chief-Expert Innovation Management an Transformation Program Lead der Diehl Metering GmbH. Die Keynote Speakerin stellte die dafür notwendigen Technologien vor und beantwortete anschließend Fragen wie Wer ein solches Netzwerk denn betreue. Danach wurden in drei Sessions insgesamt 13 Papers zu Teilaspekten ausfallsicherer drahtloser Datennetzwerke besprochen.

Nach einem Begrüßungsempfang am ersten Abend ging es am zweiten Konferenztag mit der zweiten Keynote von Dr. Friedrich Wiemer weiter. Der Senior Security Expert for In-Vehicle Communicatio der Robert Bosch GmbH sprach über die heute bereits erprobte Datennetzwerk-Sicherung im Auto und wie sich diese auch auf Datennetzwerke von Fabriken und anderen Umgebungen übertragen ließe. Es gehe heute nicht mehr darum, das Signal zu schützen, sondern die Verbindungsebene, erläuterte Wiemer und stellte verschiedene Technologien vor, die es ermöglichen eine sogenannte Zero-Trust-Security aufzubauen, die erstmal davon ausgeht dass kein Nutzender oder Gerät im Netzwerk ohne Weiteres vertrauenswürdig ist. Was ohne diese passieren kann, zeigte er in einem Video in dem Diebe einen Bluetooth-Speaker innerhalb von zwei Minuten im Frontscheinwerfer eines Autos platzierten und das Fahrzeug mit dessen Hilfe öffneten, starteten und wegfuhren. Mit der entsprechenden Zero-Trust-Security reiche aber eine einzige Sicherheitsarchitektur, um alle Verbindungsebenen zu schützen und ein Profil, um sie zu verbinden, schloss der Experte. Im Anschluss folgten zwei Sessions mit insgesamt sieben Papers sowie zahlreiche Work in Progress-Präsentationen in Pitches und auf wissenschaftlichen Postern.

Für den Abend des zweiten Konferenztags waren die Teilnehmenden zu einer Stadtführung und einem Gala Dinner eingeladen. Und am letzten Konferenztag standen noch zwei weitere Sessions mit insgesamt sieben Papers auf dem Programm. (Abschlussbericht folgt)

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