R&D work on NICE module technology / Entwicklung von Solarmodulen mit NICE-Technologie, Teil II

Eine besonders vielversprechende Innovation im Bereich der Verschaltung von Solarzellen und der Modulherstellung wurde in den letzten Jahren von der Firma Apollon Solar entwickelt. Bei den sogenannten NICE®-Modulen (New Industrial Cell Encapsulation) wird ein neuer Ansatz zur Verschaltung der Solarzellen und des Modulaufbaus verwendet. Im Vergleich zu herkömmlichen Solarmodulen kann auf die EVA-Folie und die Tedlar-Folie vollständig verzichtet werden. Die Solarzellen werden – analog zur Isolierglas-Fensterscheiben-Technik – zwischen zwei Gläsern, welche am Rand mit einer Vakuumdichtung versehen sind, eingebettet. Zusätzlich ist es nicht erforderlich, die Solarzellen zu verlöten; dies erfolgt durch orthogonal über die Kontaktfinger ausgerichtete Kupferbändchen, welche beim Verschließen des Modules unter Neutralgas-Atmosphäre und Unterdruck dauerhaft auf die Kontakte der Solarzelle gepresst werden.

 

Entwicklung von Solarmodulen mit der NICE®-Technologie, Teil I-III

 

In den Teilprojekten I-III der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Apollon Solar und der Hochschule Offenburg wurden folgende Ergebnisse erzielt:

 

Ziel der Zusammenarbeit war es einzelne Prozessschritte und Methoden bei der Herstellung von NICE®-Modulen zu optimieren und zu evaluieren. Beispielsweise wurden in einzelnen Versuchsreihen alternative Kontaktierungsmethoden zwischen den Kupferbändchen evaluiert (Stichwort: Ultraschallschweißen). Weiterhin wurden NICE®-Module unterschiedlicher Größe hinsichtlich der benötigten Menge an Polyisobutylene (PIB), welches zur Abdichtung der Solarmodule notwendig ist. Die Charakterisierung der im Labor hergestellten Module erfolgte vornehmlich durch Elektrolumineszenz-Aufnahmen. Die erarbeiteten Ergebnisse führten zu einer verbesserten Gesamtperformance von NICE®-Modulen.

Forschungsschwerpunkt:
Nachhaltige Energiesysteme
Jahr der Einwerbung:
2018
Laufzeit Beginn:
01.01.2018
Laufzeit Ende:
30.04.2018
Projektleitung:
Daniel Kray
Beteiligte Professoren:
Daniel Kray
Fakultät:
Fakultät Elektrotechnik, Medizintechnik und Informatik (EMI)
Institut:
Institut für nachhaltige Energiesysteme (INES)
Fördersumme:
29.412,00 €