Aufbruch in neue Welten
Ruhestand ist definitiv ein Wort, dass nicht zu Sabine Hirtes passt. Schließlich wollte die gebürtige Bielefelderin schon immer neue Welten entdecken und gestalten.
So machte die heute 66-Jährige nach dem Abitur zunächst eine Lehre als Druckvorlagenherstellerin. Anschließend studierte sie von 1981 bis 1986 Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule Aachen. Und weil das Design-Diplom ihr auch noch nicht reichte, schloss sie eine einjährige Zusatzausbildung in München in Desktop-Publishing (DTP) und 3D-Animation an. Danach arbeitete Sabine Hirtes als Art Direktorin für verschiedene Arbeitgeber bis sie von 1993 bis 1997 als Assistentin für Digitale Bildgestaltung an die Filmakademie Baden-Württemberg wechselte. Die inspirierende Zusammenarbeit mit Studierenden wollte sie fortan nicht mehr missen. Und so folgten einem kurzen Abstecher ans Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe Lehr-Stationen an der Filmschule Kairo und der Bauhaus Universität Weimar. Von 2002 bis 2010 kehrte sie an die Filmakademie Baden-Württemberg zurück und arbeitete am Institut für Animation, Visual Effects und Digitale Postproduktion unter anderem als Studiengang-Koordinatorin.
Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und mehr Eigenverantwortung kam Sabine Hirtes 2010 schließlich als Professorin für „Audiovisuelle Postproduktion und Visual Effects“ an die Hochschule Offenburg. Seitdem unterrichtete sie unzählige kreative Fächer in den diversen Studiengängen der Medien-Fakultät. Dabei motivierte sie ihre Studierenden stets neue Dinge auszuprobieren, ihre eigene Kreativität zu entfalten und mutig zu sein. Sie selbst setzte dies oft auch bei modischen Accessoires um – zu größeren eigenen Projekten reichte die Zeit ihrer Meinung nach leider viel zu selten. Trotzdem oder gerade deswegen setzte sich schon früh stark für den Aufbau der Medienbereiche Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) an der Hochschule ein, da sie deren Möglichkeiten für interdisziplinäre Projekte erkannte. Bis zuletzt war sie Studiendekanin im Bachelor-Studiengang medien und kommunikation und Prodekanin für Studium und Lehre der Fakultät Medien. Und weil ihr auch die Gewinnung von talentiertem Nachwuchs sehr am Herzen lag, fungierte sie bei Studieninformationsveranstaltungen sehr oft als Vertreterin der Fakultät Medien und führte unzählige Labortouren für Schulklassen durch.
In Zukunft möchte sie die Welt erkunden, ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich für soziale sowie kulturelle Belange engagieren.