Hochschule Offenburg bündelt Gründungsunterstützung und feiert bisherige Erfolge
Die Hochschule Offenburg engagiert sich schon seit langem zum Thema Gründung: 2011 richtete sie das fakultätsübergreifende Gründungsbüro unter Leitung von Wolf Blochowitz ein. Unterstützt durch Prof. Dr. Thomas Breyer-Mayländer bietet es individuelle Beratung und Workshops an. Zudem wurde das Thema Entrepreneurship in die Lehre integriert. 2021 erfuhr die Gründungsförderung von Studierenden und Mitarbeitenden mit dem Open Game & FabLab Offenburg (OGFLab) unter Leitung von Prof. Dr. Oliver Korn und Projektmanagerin Julia Reichwein noch einmal eine deutliche Ausweitung. Und 2025 riefen die Hochschule Offenburg, die Universität Freiburg und die Hochschule Furtwangen das Startup-Netzwerk Schwarzwälder Gründergeist ins Leben. Ziel ist es, den Technologietransfer über Gründungen systematisch zu stärken und den Übergang von Forschung zu industrieller Marktfähigkeit pragmatisch zu gestalten. Schließlich ist die Förderung von Gründungen für die Hochschule eine gezielte Investition in die regionale Zukunftsfähigkeit.
Mit dem ruhestandsbedingten Ausscheiden von Wolf Blochowitz, dem Auslaufen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt über das Programm StartupLab@FH mit 1,4 Millionen Euro geförderten Projekts OGFLab und dem Start neuer Förderprojekte stehen nun aber Veränderungen an. „Wir bündeln Gründungsbüro, OGFLab, das Gründungs-Stipendium exist des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, das Netzwerk Schwarzwälder Gründergeist sowie die spezielle Frauenförderung exist women und die neue Zusammenarbeit mit Young Entrepreneurs in Science (YES) der Falling Walls Foundation unter der von Julia Reichwein geleiteten Dachmarke ‚gründen‘ im CRT“, erklärt der für Forschung und Transfer der Hochschule Offenburg zuständige Prorektor, Campus Research and Transfer (CRT)-Leiter und Gründer Prof. Dr. Thomas Eisele.
Zuvor wurden die Erfolge des OGFLab aber mit rund 50 Teilnehmenden bei der Veranstaltung StartupStories gefeiert. In dem Projekt wurden jedes Semester innovative Gründungsideen ausgewählt und bei der Umsetzung begleitet. Insgesamt hat das OGFLab in den vergangenen fünf Jahren 42 Teams gefördert, von denen 30 eine Gründungsförderung von bis zu 7500 Euro erhielten und aus denen 15 tatsächliche Gründungen hervorgingen.
Einige dieser Gründer stellte bei StartupStories ihren Werdegang vor und bestätigten dabei Thomas Eiseles Eingangsaussage, dass es keine Blaupause für das Gründen gibt. Eins mussten allerdings alle: Zahlreiche Herausforderungen meistern und sich mit der lästigen, aber notwendigen Bürokratie auseinandersetzen. Darüber und über viele weitere Themen wurde beim abschließenden Networking noch lang gesprochen. Kreative Studierende, die sich austauschen möchten, können sich zudem der von Angewandte Künstliche Intelligenz-Student Reimund Schmidt ins Leben gerufenen Gruppe Gründerstudies Offenburg 2025 anschließenden, die inzwischen 62 Mitglieder hat.
Zwei der vorgestellten Gründungsbeispiele in Kürze
wepack – Dein Online Supermarkt mit Abholstation: Sven Werner, ehemaliger Wirtschaftsingenieur-Student der Hochschule Offenburg, hat bereits sein Praxissemester als Selbständiger absolviert und seine Bachelor-Thesis über seinen Businessplan geschrieben. Nun steht WePack sein Online Supermarkt mit einer ersten Abholstation an der Platanenallee in Offenburg kurz vor der Eröffnung. Und schon bald sollen weitere Abholstationen dazukommen – auch international.
Pace Engineer: Die Betriebswirtschaftsstudenten Nico Kollmer und Paul Müller haben ihre Idee für eine Trainings-App für den E-Sport Car Race mit Hilfe des Wahlpflichtfachs Entrepreneurship konkretisiert. Im Februar waren sie mit einem Pitch beim OGFLab Kickstart erfolgreich und seit März läuft die Produktentwicklung. Ein erster Prototype soll Ende des Jahres fertig sein.