Hochschulen für Angewandte Wissenschaften im Land (HAW BW) fordern Erhalt des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

Antragsstopp verhindert, dass die HAW BW, darunter die Hochschule Offenburg, Innovationsimpulse in Unternehmen und Einrichtungen setzen können.

09.07.2026 · Pressemitteilung · Redaktion: HAW BW/jd

Am 7. Juli 2026 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kurzfristig einen Antragsstopp für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) verhängt. Begründet wurde dies mit der stark gestiegenen Nachfrage nach einer Förderung seit dem vierten Quartal 2025 und begrenzt verfügbaren Haushaltsmitteln. Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg (HAW BW), darunter auch die Hochschule Offenburg, fordern nun gemeinsam mit ihren Partnern aus der Wirtschaft den Erhalt des ZIM und eine Aufhebung des Antragsstopps:

„Der Antragsstopp beim ZIM trifft nicht nur Unternehmen, sondern gefährdet auch die erfolgreiche Zusammenarbeit von Mittelstand und Hochschulen bei Forschung, Entwicklung und Technologietransfer. Gerade die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind wichtige Innovationspartner kleiner und mittlerer Unternehmen. Viele gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts von zentraler Bedeutung sind, werden durch das ZIM erst ermöglicht. Baden-Württemberg lebt von seiner Innovationskraft und vom engen Schulterschluss zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Der kurzfristige Förderstopp sendet deshalb das falsche Signal – insbesondere in einer Zeit, in der Unternehmen und Hochschulen gemeinsam an Lösungen für die digitale und nachhaltige Transformation arbeiten. Wir appellieren an die Bundesregierung, den Antragsstopp unverzüglich aufzuheben und die Finanzierung des ZIM langfristig verlässlich sicherzustellen. Innovation, Technologietransfer und mittelständische Forschungskooperationen dürfen nicht unter kurzfristigen haushaltspolitischen Entscheidungen leiden.“

Auch an der Hochschule Offenburg wurden bereits unzählige ZIM-Projekte erfolgreich umgesetzt. Aktuell laufen beispielsweise noch das Projekt „SUSI - In silico MED&Health“, in dem ein KI-gestütztes Assistenzsystem für alleinlebende Senioren entwickelt wird, das  Projekt „EchoCheck“, in dem ein neuartiges, akustisches Messverfahrens zur exakten Längenmessung von erdverlegten Fernwärmeleitungen entsteht, und das Projekt „CoBot-Protector“, das sich mit einem 3D-Kraft-/Druckmesssystem zur Erfassung und Bewertung direkter und transienter Kollisionen zwischen kollaborativen Robotern und Menschen beschäftigt. Sollte das ZIM-Programm wegfallen, wäre das nicht nur ein Rückschlag für die Hochschule Offenburg sondern auch für die Region.