Magma erreicht erneut das WM-Podest
Im Halbfinale des diesjährigen Robocups lieferte Magma dem chinesischen Team Dionysus einen engagierten Schlagabtausch. In der zweiten Minute ist ein Dionysus-Spieler nach einem weiten Pass aus dem Mittelfeld dann im Strafraum schneller am Ball als sein Gegenspieler und erzielt das 1:0. Danach geht es bis zur Halbzeit munter hin und her. Magma vergibt eine gute Chance zum Ausgleich, aber auch die chinesische Mannschaft bleibt gefährlich. In der zweiten Minute der zweiten Halbzeit rutscht ein Distanzschuss eines Dionysus-Spielers dem Torhüter von Magma dann durch die Beine und es steht 2:0. Doch auch danach geben die Offenburger nicht auf, werden aber immer wieder durch die Schnelligkeit der Chinesen ausgebremst und so bleibt es am Ende beim 0:2. "Die Roboter von Dionysus waren die schnellsten im ganzen Teilnehmerfeld, fielen aber auch sehr oft hin. Das stärkste Feature der Mannschaft war aber, dass sie direkt aus dem Rennen heraus kicken konnten. Das hat bei Magma teils zu lange gedauert”, so die erste Analyse von Teamleiter Klaus Dorer nach der Halbfinal-Niederlage.
Im Spiel um den dritten Platz kehrte Magma schließlich noch einmal in die Erfolgsspur zurück und brach mit einem 3:0-Sieg gegen die Solidworkers in die Phalanx der chinesischen Teams ein. Mit dem Sprung auf Rang 3 des WM-Podests beendeten die Offenburger den Robocup 2026 als bestes nicht-chinesisches Team und fiebern nun der Heim-WM in Nürnberg im kommenden Jahr entgegen.
Weltmeister wurde wie erwartet das starke Team Apollo3D mit einem 6:2 Sieg gegen Dionysus. Bis zum Halbzeitstand von 2:2 konnte Dionysus das Spiel noch offen halten. In der zweiten Halbzeit dominierte Apollo3D dann aber deutlich. Die Apollo-Spieler können zwar nicht ganz so schnell wie Dionysus rennen, fallen dafür aber deutlich weniger oft hin und verfügen eindeutig über den präziseren Kick.
Insgesamt ist der Fortschritt sowohl bei den simulierten zweibeinigen Robotern als auch bei ihren echten Vorbildern enorm. Die Dynamik des Spiels hat sich extrem gesteigert, die Roboter laufen deutlich schneller und können aus allen Lagen aufs Tor schießen. Und wo in der realen Welt früher noch Menschen hinter den großen, langsamen Robotern herlaufen mussten, um sie gegebenenfalls vor einem Sturz zu bewahren, spielen alle Roboter heute komplett autonom. Fällt einer hin, steht er einfach selbst wieder auf. Das in Incheon zahlreich anwesende Publikum war begeistert.