Reise durch 50 Jahre Nachrichtentechnik

15 Alumni des Jahrgangs 1976 erlebten ein besonderes Jubiläumstreffen an der Hochschule Offenburg – mit Campus-Führungen, Weinwanderung und technischer Zeitreise.

15.07.2026 · Meldung

Gruppenfoto der Alumni des Jahrgangs 1976

15 Alumni erleben ein unvergessliches Semestertreffen an der Hochschule Offenburg

An einem sonnigen Vormittag im Juli 2026 versammelten sich 15 ehemalige Studierende der Fachrichtung Nachrichtentechnik – Studienbeginn 1976 – zusammen mit ihren Ehepartnerinnen an der Hochschule Offenburg, um ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern: 50 Jahre sind seit Beginn ihres Studiums vergangen. Was als klassisches Semestertreffen begann, entwickelte sich zu einem Wochenende voller spannender Einblicke, gemeinsamer Rückblicke und neugieriger Ausblicke in die Zukunft.

 

Wiedersehen mit dem Campus

Nach einer herzlichen Begrüßung durch Carola Lasch, die Koordinatorin der Alumni-Arbeit an der Hochschule, stand ab 11 Uhr zunächst der Austausch über die neuesten Entwicklungen und Projekte am Campus im Mittelpunkt. Es folgte ein kurzer, aber informativer Überblick über die zahlreichen Angebote des Alumni-Netzwerks.

Ein Highlight des Tages war die Führung durch die Labore der Fakultät Elektrotechnik, Medizintechnik und Informatik, die von deren Dekanin Prof. Dr. Elke Mackensen persönlich begleitet wurde. Die Teilnehmenden konnten sich von der modernen Ausstattung und den innovativen Forschungsprojekten überzeugen, die heute an der Hochschule realisiert werden.

Den Anfang machte das MakerSpace-Labor – eine offene Werkstatt, in der Studierende, Mitarbeitende und Dozierende tüfteln, forschen und entwickeln können. Studierende setzen hier theoretisches Wissen in die Praxis um und verwandeln Ideen schnell in Prototypen – etwa für Projekte wie den Rennwagen des Black Forest Formula Teams oder medizintechnische Anwendungen.

Weiter ging es zum Labor für Hochfrequenztechnik und Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV), in dem zwei spezialisierte Labore zu verschiedenen Gebieten der Hochfrequenztechnik betrieben werden.

Ein besonderes Highlight war der Besuch beim Studierendenprojekt Sweaty: Der fußballspielende humanoide Roboter der Hochschule Offenburg nimmt seit 2014 an der RoboCup-Weltmeisterschaft teil. Das interdisziplinäre Team aus Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern, Doktoranden und Studierenden der Fachbereiche Maschinenbau, Elektrotechnik, Medizintechnik, Informatik und Medien zeigte den Alumni, wie hier technisches Know-how und Teamfähigkeit in einem faszinierenden Projekt zusammenfließen.

Abgeschlossen wurde der Rundgang im Labor für Telekommunikationstechnik/Wireless Communications, das Studierenden Studiengangs Elektrotechnik und Informationstechnik praktische Projektübungen bietet. Hier werden theoretische Inhalte der Vorlesungen durch anwendungsnahe Versuche vertieft – von der Übertragung von Sprache, Bildern und Daten bis hin zu modernen Funktechnologien. Das Labor ermöglicht zudem die Arbeit an angewandten Forschungsprojekten im Rahmen von Projektarbeiten oder Abschlussarbeiten.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa – eine willkommene Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre weiter auszutauschen – stand am Nachmittag die Besichtigung des Regionalen Innovationszentrums für Energietechnik (RIZ Energie) an der Hochschule auf dem Programm. Sascha Rißmann führte die Gruppe durch die verschiedenen Technik- und Arbeitsräume und erläuterte die moderne Infrastruktur, die Studierenden und Forschenden heute zur Verfügung steht – von flexiblen Laborstrukturen bis hin zur innovativen Bürogestaltung. Dies ermöglicht eine enge Verzahnung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

 

Von der Technik zur Tradition: Ein Abend in Diersburg

Am späten Nachmittag ging es dann weiter nach Diersburg, wo die Gruppe im Gasthaus Linde Quartier bezog. Nach der Zimmerverteilung und einer kleinen Erfrischung startete um 16:45 Uhr ein Spaziergang ins malerische Hintertal zum Weingut Freiherr Roeder von Diersburg. Dort erwartete die Alumni ein ganz besonderes Erlebnis: Stefani Freifrau Roeder von Diersburg und ihr Sohn Felix führten die Gruppe durch die Weinberge und erzählten die Geschichte des Weinguts. Bei dieser Weinwanderung lernten die Teilnehmenden auch die verschiedenen Rebsorten kennen und konnten die hauseigenen Weine direkt vor Ort probieren. Den krönenden Abschluss bildete ein zünftiges Vesper am Rebhüsli, bei dem in geselliger Runde die ersten Erinnerungen an das Studium wach wurden.

Der Abend klang in gemütlicher Atmosphäre aus: Ab 20:30 Uhr kehrte die Gruppe zum Gasthaus Linde zurück, wo später Beamer und Leinwand im Park aufgebaut wurden. Eine Bilderschau der vergangenen zehn Jahre sorgte für viele Lacher und nostalgische Momente. Der Abend endete mit einer traditionellen Runde selbstgemachtem Eierlikör und kühlen Getränken – ein passender Abschluss für einen Tag voller Impressionen.

 

Geschichte und Natur

Der zweite Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem sich alle für den bevorstehenden Ausflug stärkten. Um 10:45 Uhr machte sich die Gruppe dann auf den Weg ins Technik Museum Temopolis in Offenburg. Neben der Besichtigung der Ausstellungen hielt Erwin Firner, einer der Kommilitonen, einen Vortrag zum Thema „100 Jahre Radio“ – eine passende Hommage an die eigene Studienrichtung. Wer mehr über das Museum erfahren möchte, findet weitere Informationen unter www.temopolis.de.

Am Nachmittag ging es weiter in Richtung Burg Hohengeroldseck, wo eine kleine Wanderung zur Burgruine auf dem Programm stand. Der Rückweg führte die Gruppe in die Vesperstube Beck, wo sie bei regionalen Spezialitäten neue Kraft tankte, bevor das offizielle Programm endete.

 

Rückblick und Ausblick

Dieses Semestertreffen war mehr als nur ein Zusammenkommen: Es war eine Hommage an 50 Jahre Nachrichtentechnik, an eine Zeit des Lernens, des Zusammenhalts und des technischen Fortschritts. Die Alumni blicken nicht nur auf ein erfolgreiches Studium zurück, sondern auch auf ein Leben, in dem die damals erworbenen Kenntnisse den Grundstein für viele Karrierewege legten.