Startup von Studierenden der Hochschule gewinnt ASAP-Finale
Bereits zum 16. Mal hatte die zentrale Innovationsplattform in The Länd NXTGN, die Wissenschaft, Wirtschaft und das Startup-Ökosystem verbindet und so die Basis für die Next Generation Mittelstand schafft, zum ASAP-Finale geladen. Insgesamt 22 Teams von 19 Hochschulen aus Baden-Württemberg präsentierten dabei ihre Startup-Ideen in 90 Sekunden auf einer virtuellen Bühne. Die Themen reichten von Drohnen über Medizintechnik bis hin zum Baugewerbe. Mit dabei war auch das Team Pace Engineer von der Hochschule Offenburg.
Die beiden Betriebswirtschaft-Studenten Nico Kollmer und Paul Müller hatten im Wintersemester 2025/26 im Wahlpflichtfach Entrepreneurship die Idee, ein digitales Coaching-Programm für das Sim-Racing zu entwickeln. Diese virtuelle Motorsportvariante hat seit Corona starken Zulauf. Inzwischen geht man von rund 150.000 Fahrern in der Region Deutschland, Österreich, Schweiz aus – vom Anfänger bis zum Semiprofi. Für diese und die Besucherinnen und Besucher der mehr als 100 Sim-Racing-Center in Deutschland gibt es aber nicht genügend Trainer. Und so machten sich die 26- und 22-Jährigen an die Arbeit und präsentierten ihre Idee im Februar 2026 erfolgreich beim OGFLab-Pitch an der Hochschule Offenburg. Im März 2026 starteten sie dann mit der Entwicklung ihrer Software, die während des Fahrens live die Telemetriedaten analysiert und dem Fahrer direkt das Feedback gibt, das er braucht. Ein erster Prototyp soll Ende des Jahres fertig sein. Daher haben die beiden aktuell auch starken Personalbedarf in der Entwicklung beziehungsweise im Coding-Bereich. Vertrieben werden soll die Software später über ein Abo-Modell für unter einem Euro pro Tag.
Die Jury – bestehend aus Andrea Spielvogel, Professorin für KI an der HfWU Nürtingen-Geislingen, Antonia Dieterich, Startup Founder und CTO bei marton.ai, Nicolai Droll, Team Lead Startup Development bei CyberForum/CyberLab, Jakob Lehner, Startup Manager bei den Campus Founders, und Lena Reichert, Head of Innovation Management bei Ritter Sport – zeigte sich nicht zuletzt durch die Instagram-Videos von Formel1-Weltmeister Max Verstappen davon überzeugt, dass hinter dieser Idee ein großer kommerzieller Impact steckt. Schließlich sitze beim Sim-Racing nicht einfach jemand vor der Play-Station, sondern es gebe ein umfangreiches Equipment mit mehreren Monitoren, speziellen Sitzen und richtigen Simulatoren sowie eine riesige Community, lautete die Begründung. Und so erhielten Nico Kollmer und Paul Müller die mit 1.000 Euro von der L-Bank dotierten Rocky-Pokale für den Overall Winner des ASAP-Finales. Damit sicherten sie sich zudem einen Platz bei einem Mentoring der gemeinnützigen Bildungseinrichtung The Venture Mentoring Team (The VMT) und zwei Tickets für den Gründer*innen Wasen in der Almhütte Royale auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart am 7. Oktober.
„Pace Engineer legt ein krasses Tempo vor. Wir gratulieren zu dem tollen Erfolg und freuen uns darauf, wie es weitergeht“, erklärte Julia Reichwein, die Gründungsberaterin der Hochschule Offenburg, die Nico Kollmer und Paul Müller zusammen Tarik Tashi unterstützt hatte. Beim Thema Markenstrategie und Ökosystem stand ihnen zudem Marketing-Professor Achim Burkhardt zur Seite.