Team Magma ist gut in Südkorea angekommen
Teamleiter Prof. Klaus Dorer, die Communication and Media Engineering-Studentin Madhurshalini Mahalingam, die Angewandte Künstliche Intelligenz-Studenten Mike Benz und Sascha Schrempp, Doktorand Hannes Braun sowie Mitarbeiter Simon Rösch sind am gestrigen Dienstag gut in Incheon, der drittgrößten Metropole Südkoreas angekommen. Neben dem Set-Up und ersten Tests blieb sogar noch Zeit für einen Abstecher in die Hauptstadt Seoul. Am heutigen Mittwoch standen erste Test- und Freundschaftsspiele auf dem Programm. Am späten Nachmittag Ortszeit wurden dann die Gruppen für die Seeding Runde ausgelost, die am morgigen Donnerstag ausgetragen wird.
Dann muss das Team Magma in der Gruppe A gegen die Mannschaften Nexus und Dionysus (beide China) sowie ITAndroids und Bahia RT (beide Brasilien) antreten. In der Gruppe B trifft der amtierende Weltmeister FC Portugal auf Apollo3D und SolidWorkers (beide China) sowie Pequi Mecanico (Brasilien). Dann wird es ernst denn erstmals kommt beim RoboCup der neue Mujoco-Simulator zum Einsatz: Dieser ist physikalisch deutlich realistischer und zeigt nun die humanoiden T1 Roboter von Booster anstelle von Nao-Robotern. „Darum mussten wir alles neu lernen: laufen, kicken, aufstehen“, betont Klaus Dorer. Allerdings wurde der Mujoco-Simulator von Stefan Glaser, einem Mitarbeitenden der Hochschule Offenburg und Magma-Mitglied entwickelt. „Daher konnten wir bei Problemen im Training schnell mal bei ihm nachfragen. Außerdem benutzt das Team Sweaty schon seit einiger Zeit reale T1 Roboter, dessen Fähigkeiten zu Laufen wir direkt übernehmen konnten“, fährt der Teamleiter fort. Beides hat sich bei den Vorbereitungsturnieren bereits ausgezahlt: Im Herbst 2025 gewann das Team Magma ein Demo-Turnier bei den Brazil Open. Und bei der Robotica 2026 im portugiesischen Barcelos standen am Ende insgesamt elf Siege mit 40:0 Toren auf dem Tableau. Im Finale gewannen die simulierten Fußballroboter von Magma sogar deutlich mit 4:0 gegen den amtierenden Weltmeister FC Portugal. „Da waren die chinesischen Teams allerdings noch nicht dabei“, versucht Klaus Dorer die Erwartungen etwas zu dämpfen. Da viele von diesen ebenfalls auf Erfahrungen mit humanoiden Robotern zurückgreifen könnten, bleibe abzuwarten wie deren Fähigkeiten mit der neuen Simulation sind. „Aber wir haben bei der Robotica auch noch nicht alles gezeigt“, ist der Teamleiter dennoch optimistisch.
Und so heißt es Daumen drücken, dass das Team Magma nach acht Vize-Weltmeistertiteln in Folge diesmal den Pokal holt. Gespielt wird in Echtzeit – aktuell allerdings noch Sieben gegen Sieben auf dem entsprechenden Fifa-Feld und nicht wie zuvor Elf gegen Elf. Berührungen mehrerer Roboter sind nun möglich, ohne dass einer vom Platz muss. Und der Torwart kann den Ball momentan nicht fangen, sondern nur wegkicken wie ein Feldspieler.
Alle Interessierten können den Verlauf des diesjährigen RoboCups genau wie die beiden von Offenburg aus mitfiebernden Teammitglieder Simon Palewicz und Adrian Schade in den täglichen Meldungen auf der Webseite von Team Magma und unter den in diesen veröffentlichten Links zur Live-Übertragung verfolgen.