20 Jahre deutsch-polnische Partnerschaft: Circular Bioeconomy Symposium in Offenburg am ICB
20 Jahre deutsch-polnische Partnerschaft: Circular Bioeconomy Symposium an der Hochschule Offenburg. Zwei Tage lang drehte sich an der Hochschule Offenburg alles um nachhaltige technische Lösungen von morgen: Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der gemeinsamen Masterstudiengänge Process Engineering und Biotechnology brachte das Circular Bioeconomy Symposium Studierende, Alumni, Lehrende, Forschende sowie Vertretende aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen.
Zum Auftakt begrüßten die Rektoren Prof. Dr. Stephan Trahasch (Hochschule Offenburg, HSO) und Prof. Dr. Jerzy A. Przyborowski (Universität Ermland-Masuren, UWM) sowie Dr. Andreas Kiesel vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg die Gäste. Der Leiter des Institute for Circular Bioeconomy der Hochschule Offenburg Dr. Andreas Wilke schilderte anschließend die Entwicklung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit im Hinblick auf gemeinsam organisierte Konferenzen, wissenschaftliche Austausche und kooperative Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Bioökonomie in den vergangenen 20 Jahren.
Das hochkarätige wissenschaftliche Programm erstreckte sich über vier Fachsessions: Biokatalytische Wege zu einer nachhaltigen Prozessführung, fortschrittliche Biogas- und Power-to-Gas-Technologien sowie thermische Wandlungskonzepte zur CO2-Vermeidung sowie der Umweltanalytik.
An den zwei Tagen präsentierten Referierende der Hochschulen Offenburg und Olsztyn sowie Vertretende aus der Praxis die Vielfalt moderner Bioökonomie. Neben akademischen Einblicken lieferten namhafte Industriepartner – darunter Picea Biosolutions, die Biogas Besgen GmbH und das DVGW-Technologiezentrum Wasser Karlsruhe – spannende Impulse aus der Praxis. Das breite Spektrum der 14 Fachvorträge zeigte eindrucksvoll, wie Forschung und Industrie gemeinsam nachhaltige Lösungen vorantreiben.
Abgerundet wurde das wissenschaftliche Programm durch eine vielseitige Postersession: 28 wissenschaftliche Beiträge gaben Einblicke in die Themen der Fachsessions. In prägnanten, einminütigen Kurzvorträgen stellten die Forschenden ihre Arbeiten vor und lieferten damit spannenden Zündstoff für vertiefende Diskussionen während der Kaffeepausen.
Wie wird Forschung zugänglich? Im Workshop Gamification for science communication nutzten 26 Studierende und junge Forschende das Octalysis-Framework, um menschliche Grundmotivationen zu verstehen. Darauf aufbauend entwickelten sie spielerische Ansätze, um Wissenschaft greifbarer und verständlicher zu vermitteln.
Neben den fachlichen Impulsen standen vor allem die Vernetzung und der persönliche Austausch im Mittelpunkt. So nutzten Forschende beider Hochschulen einen Matchmaking-Workshop, um ihre wissenschaftliche Expertise zu bündeln und konkrete Ideen für neue, gemeinsame Forschungsprojekte zu entwickeln.
Gleichzeitig bot das Symposium den perfekten Rahmen für ein Wiedersehen über Generationen hinweg: Alumni und Studierende vertieften ihre Netzwerke, tauschten Erfahrungen aus und blickten gemeinsam auf zwei Jahrzehnte erfolgreiche deutsch-polnische Zusammenarbeit in der Bioökonomie zurück.