Eins war dem Chef der Nußbaum-Gruppe aus Kehl-Bodersweier schon früh klar: ein Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb ist und bleibt die Bildung. Und so engagierte sich Hans Georg Nußbaum über das übliche Maß hinaus für die Förderung des Nachwuchses – in der Bildungsregion Ortenau ebenso wie an der Hochschule Offenburg. Zeitweise beschäftigte der studierte Maschinenbauer sogar einen Koordinator für Hochschulkontakte in seinem Unternehmen – Philippe Eudelle, den heutigen Dekan der Fakultät Wirtschaft. Zudem war er jahrzehntelang Mitglied im Kuratorium der Hochschule. Aus diesem Gremium wurde der inzwischen 83-Jährige nun offiziell verabschiedet – mit großem Dank für sein vielfältiges Engagement.
Hans Georg Nußbaum ermöglichte unzähligen Studierenden ein Praktikum, eine studentische Arbeit oder eine Bachelor- beziehungsweise Master-Thesis in seinem Unternehmen. Als Mitglied eines Stiftungskonsortiums unterstützte er den Aufbau des Fachbereichs Werkstofftechnik. Und gemeinsam mit Prof. Dr. Heinz Werner Kuhnt von der Fakultät Maschinenbau und Verfahrenstechnik entwickelte der Diplom-Ingenieur in den 1990er-Jahren die erste Abgasrückführung und förderte studentische Projekt wie den Schluckspecht und das Formula Student-Team.
Immer auf der Suche nach der Optimierung von Produkten und Prozessen war Hans Georg Nußbaum Anfang der 2000er-Jahre auch einer der Anstoßgeber für den internationalen Master-Studiengang Automotive Engineering und den Bachelor-Studiengang Mechatronik. Mit steigenden Studierendenzahlen setzte er sich danach für die bauliche Erweiterung der Hochschule ein. 2004 übernahm er schließlich für sechs Jahre den Vorsitz im Kuratorium und gab auch in dieser Funktion zahlreiche wichtige Impulse für die positive Entwicklung der Hochschule.
Im Namen von Rektor Prof. Dr. Stephan Trahasch und des aktuellen Kuratoriumsvorsitzenden Werner Mäurer dankte Kuratoriumsgeschäftsführer Prof. Dr. Alfred Isele dem Bundesverdienstkreuzträger und ehemaligem Landeskirchenrat Hans Georg Nußbaum bei dessen Verabschiedung dafür, dass er die Hochschule jahrzehntelang begleitet und ihr stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat.