Medizintechnik

Die perfekte Kombination aus ingenieurtechnischen Inhalten und medizinischen Fragestellungen. Technik für den Menschen – Technik, die begeistert!

Um was geht es ?

Der Master-Studiengang Medizintechnik baut konsekutiv auf dem gleichnamigen Bachelor-Studiengang auf und bietet fachlich vertiefende, technisch-wissenschaftliche Inhalte mit engem Praxisbezug zu Schlüsselgebieten der Medizintechnik.

Die medizintechnischen Inhalte des Studiums werden ergänzt durch Lehrveranstaltungen in den Bereichen Management und Marketing.

Studieninhalte

Fortschritt im Bereich der Gesundheitsversorgung bedarf inzwischen des Zusammenspiels vieler Disziplinen, in deren Zentrum Medizintechniker stehen, welche die Sprache aller Beteiligten verstehen und umsetzen können.

Dieser Punkt kann nicht hoch genug eingeschätzt werden und stellt eines der wichtigsten überfachlichen Qualifikationsziele dar, das durch die Interdisziplinarität des Master-Studiengangs Medizintechnik unterstützt wird.

Darüber hinaus orientiert sich das Curriculum an den folgenden überfachlichen Qualifikationszielen:

  • Lösungen medizintechnischer Probleme erarbeiten und weiterentwickeln
  • Relevante Informationen sammeln, bewerten, interpretieren und aus diesen wissenschaftlich fundierte Urteile ableiten
  • Verantwortung in einem Team übernehmen, Strukturen und Rollen erkennen, Führung gestalten
  • Austausch von Informationen und Ideen mit Fachvertretern und Laien

Im Zentrum der fachlichen Qualifikationsziele steht die angeleitete, aber zu großen Teilen auch selbstständige Vertiefung der Kompetenzen in den Fachbereichen:

  • Mathematik
  • Modellbildung und Simulation
  • Biotechnik und Robotik
  • Angewandte Neurowissenschaften/NeuroScience
  • Biosignalanalyse und Elektrophysiologie
  • Bildverarbeitung und Maschinelles Sehen
  • Angewandte Neuroakustik

Die etablierten Schwerpunkte aus dem Bachelor-Studiengang „Medizintechnik“ werden hier konsequent fortgesetzt.

Die Ausstattung einer Reihe von Laboren mit aktuellem medizintechnischem Equipment ermöglicht mit „Studieren durch Experimentieren“ ein anwendungsbezogenes, außerordentlich praxisnahes Lehrkonzept.

Studienverlauf

Der Master-Studiengang Medizintechnik umfasst insgesamt drei Studiensemester. Das Curriculum wurde so gestaltet, dass der Einstieg sowohl zum Wintersemester als auch zum Sommersemester möglich ist.

Das erste und zweite Semester beinhalten die folgenden Pflichtveranstaltungen:

  • Höhere Mathematik und numerische Methoden
  • Modellbildung und Simulation
  • Mess- und Automatisierungstechnik mit LabVIEW
  • Management und Marketing
  • Führungs- und Organisationslehre
  • Technische Dokumentation
  • Biotechnik und Robotik
  • Elektromagnetische Felder in der Medizintechnik
  • Numerische Simulation mit MATLAB und Simulink

Die Pflichtveranstaltungen werden ergänzt durch folgende Vertiefungsrichtungen, von denen drei belegt werden müssen:

  • Angewandte Neurowissenschaften / NeuroScience
  • Biosignalanalyse und Elektrophysiologie
  • Bildverarbeitung und Maschinelles Sehen
  • Angewandte Neuroakustik

Alle vier Vertiefungsrichtungen beinhalten sowohl eine Vorlesung mit Seminar als auch ein Labor.

Im dritten Studiensemester ist die Erstellung der Master-Thesis vorgesehen, in der eine fachspezifische Problemstellung nach wissenschaftlichen Methoden selbstständig bearbeitet wird. Es ist problemlos möglich, die Master-Thesis im Ausland anzufertigen, da neben der Thesis keine weiteren Lehrveranstaltungen vorgesehen sind.

 

Perspektiven

Die Medizintechnik-Branche gilt in Deutschland als besonders innovativ, wachstumsstark und zukunftsträchtig. Nach Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums gibt es rund 400.000 verschiedene Medizinprodukte. Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen in Deutschland (mit über 20 Beschäftigten) lag nach Angaben der offiziellen Wirtschaftsstatistik im Jahr 2019 bei 33,4 Milliarden Euro. Allein in Baden-Württemberg findet man über 800 Unternehmen (Stand Juni 2021), die unmittelbar der Medizintechnik-Branche zuzuordnen sind.

Es steht somit außer Frage, dass dieser Studiengang, insbesondere in Baden-Württemberg, äußerst attraktiv ist.

Im Master-Studiengang Medizintechnik werden hochqualifizierte Absolvent*innen ausgebildet, die den stetig wachsenden Bedürfnissen dieses breiten medizintechnischen Arbeitsmarktes gewachsen sind.

Grundsätzlich qualifiziert dieser Studiengang zu einer ingenieurwissenschaftlichen Tätigkeit in der Industrie und bei  Forschungseinrichtungen, ermöglicht die Weiterqualifikation im Rahmen einer Promotion und eröffnet den Zugang zum höheren Dienst bei öffentlichen Arbeitgebern.

Mit dem Abschluss des Master-Studiums Medizintechnik werden die Absolvent*innen in die Lage versetzt, führende Positionen in der medizintechnischen Industrie zu übernehmen und selbstständig unternehmerisch-planerische Tätigkeiten auszuführen.

Die Berufsaussichten in der Medizintechnik-Branche sind für Medizintechniker*innen ausgezeichnet. Der Bedarf an Ingenieur*innen wird nach Expertenmeinung weiter steigen. Ein Grund ist der Erfolg der medizintechnischen Unternehmen aus Deutschland auf dem Weltmarkt. Gut ausgebildetes Personal sucht die Medizintechnikindustrie vor allem für Forschung und Entwicklung, aber auch für Zulassungsfragestellungen. Medizinprodukte und ihr Weg von der Idee zum Markt werden zunehmend komplexer, so dass das Know-how und die personellen Ressourcen in den Unternehmen ständig verbessert werden müssen.

Medizintechnikerinnen und Medizintechniker sind in der Industrie u. a. in den folgenden Bereichen tätig:

  • Forschung
  • Entwicklung von Hard- und Software
  • Projektmanagement
  • Klinischer Produktservice
  • Klinische und präklinische Prüfungen
  • Zulassung
  • Qualitätssicherung
  • Vertrieb
  • Service und technischer Kundendienst
  • Produktmanagement
  • Marketing
  • Schulung
  • Beratung

Darüber hinaus findet man Medizintechnikerinnen und Medizintechniker auch zunehmend in Krankenhäusern und größeren Facharztpraxen, wo sie Verantwortung für die gesamte gerätetechnische Einrichtung tragen. Hierzu gehören beispielsweise auch bildgebende Verfahren, sämtliche Komponenten der elektronischen Datenverarbeitung inkl. Monitoranlagen und Datenspeicher oder Bedienung und Wartung von Audiometriegeräten und die Anpassung von Hörimplantaten. Sie unterstützen und beraten das medizinische Fachpersonal und die Verwaltung bei der Erprobung und Anschaffung neuer Geräte.

 

Sebastian Roth

Die Wahl für den Masterstudiengang Medizintechnik fiel bei mir aufgrund der Themenschwerpunkte Angewandte Neuroakustik sowie Bildverarbeitung und Maschinelles Sehen. Außerdem hat mir die Selbstbestimmung der Studieninhalte durch die Wahl der Schwerpunkte, die jeweils auch den Praxisbezug durch ein Labor herstellen, zugesagt. Ein großer Pluspunkt war für mich auch das offene und fördernde Verhältnis zu den Professoren, das ich schon aus meinem Bachelorstudium an der Hochschule Offenburg kannte.

Simon Strzeletz

Das Bachelor- und Master-Studium der Medizintechnik an der Hochschule Offenburg hat mein schon immer vorhandenes Interesse an Technik, Informatik und Naturwissenschaften weiter verstärkt und meinen Forscherdrang mit detailliertem Background-Wissen erweitert. Dieses Interesse gepaart mit dem Wissen aus meinem Studium hat mir sogar ermöglicht, eine Promotion im Bereich der navigationsunterstützten Chirurgie anzutreten. Die Gewissheit, dass meine Arbeit sowohl Ärzten als auch Patienten helfen wird, motiviert mich, auch weiterhin in der Entwicklung tätig zu sein.

Julian Angermeier

Ich habe mich für den Master Medizintechnik entschieden, da mir die angebotenen Vertiefungsrichtungen erlaubt haben, mein Fachwissen nach dem Bachelor optimal auszubauen. Besonders die Kombination aus Theorie und praxisbezogenen Laboren waren für mich ausschlaggebend für die Entscheidung.

Abschlussgrad Master of Science (M.Sc.)
Unterrichtssprache Deutsch
Regelstudienzeit 3 Semester
Studienbeginn Sommer- und Wintersemester
Ende Bewerbungsfrist 15. Januar / 15. Juli
Studiengebühren Semesterbeitrag in Höhe von 134,00 Euro
Ggf. werden zusätzlich folgende Gebühren erhoben:
- 1500 EUR Studiengebühren des Landes Baden-Württemberg für Internationale Studierende
- 650 EUR Zweitstudiengebühren des Landes Baden-Württemberg
Nähere Informationen finden Sie hier.
Zulassungsvoraussetzungen abgeschlossenes Bachelor- oder Diplomstudium
Vorpraktikum nicht erforderlich
Auswahlverfahren Ja
Akkreditierung Ja
ECTS 90 credits

Wichtige Links
 

Studien- und Prüfungsordnung

Bestimmungen über den formalen Ablauf von Studium und Prüfungen sowie über die Zulassungsbedingungen zu Prüfungen

Modulhandbuch

Inhaltliche Beschreibung der Lehrfelder des Studiengangs

Qualifikationsziele / Kompetenzmatrix