Wirtschaftsingenieurwesen

Um was geht es ?

Wirtschaftsingenieur*innen bearbeiten typischerweise Aufgaben, bei denen technologische und wirtschaftliche Ansätze zu ganzheitlichen Lösungen integriert werden. Grundlagenfächer, technische und wirtschaftliche Fächer sind daher zu einem modernen und praxisbezogenen Studienprogramm zusammengestellt.

Die Lerninhalte sind so ausgewählt, dass die erworbenen Kompetenzen eine rasche Einarbeitung in Aufgaben des beruflichen Alltags ermöglichen. Modernste Laboreinrichtungen, Exkursionen und Projektarbeiten in Unternehmen sowie das Praxissemester tragen dazu bei.

Ab dem Sommersemester 2020 werden vier Vertiefungsrichtungen angeboten, wovon zwei zu belegen sind:

Produkt Engineering

Innovationen erzeugen, Produkte entwickeln und erfolgreich vermarkten – die Vertiefung vermittelt fundierte Kenntnisse im Innovations- und Vertriebsmanagement, Produktdesign, Simulation und Prototyping. Für alle, die sich Perspektiven im Vertrieb, Marketing, Produktmanagement, Produktentwicklung und auch Strategischen Einkauf offenhalten möchten.

Engineering und Produktion

Vom innovativen Produkt zur wirtschaftlichen Fabrik: Hier werden Kenntnisse in der Fertigungstechnik, Fabrikplanung, Lean Management und der Digitalen Fabrikplanung vertieft. Projektarbeiten im Labor und im Unternehmen festigen die Kompetenz, Prozesse zu entwickeln und Fabriken planen zu können. Und jedes Mal wird die Wirtschaftlichkeit genau untersucht. Eine Vertiefung für alle, die später in der Prozessentwicklung (Industrial Engineering), Fabrikplanung, im Lean Management, in der Fertigungsleitung oder im Qualitätsmanagement tätig sein möchten.

Nachhaltige Unternehmensführung

Vernetzt Denken und fundiert Entscheiden sind Kompetenzen für ein nachhaltiges und langfristig orientiertes Wirtschaften. Strategische Ansätze und Methoden zur Risikobeurteilung, zum Nachhaltigkeitsmanagement und zur Entscheidungsunterstützung werden hier vertieft. Aktueller denn je für Studierende, die mit ihrer späteren Berufstätigkeit zur Zukunftssicherung von Wirtschaft, Gesellschaft und den natürlichen Lebensgrundlagen beitragen möchten.

Work-Life-Robotics

Digitalisierung und Automatisierung von Tätigkeiten ist ein Megatrend, der alle Bereiche des Lebens erreicht und verändert. Automatisierung, Robotik, Integration von Cyber-Physischen Systemen und ethischen Fragestellungen werden hier behandelt und im Labor geübt. Eine Vertiefung für alle, die den Megatrend aktiv mitgestalten möchten und gerne mit Hard- und Software arbeiten. Die beruflichen Perspektiven sind entsprechend megagroß: Überall dort, wo Produkte, Dienstleistungen und vor allem Prozesse jeglicher Art digitalisiert und automatisiert werden sollen, werden diese Kenntnisse dringend benötigt.

Der Bachelor-Studiengang umfasst insgesamt sieben Semester. In den ersten Wochen wird ein strukturiertes Einführungsprogramm angeboten. Darin werden den Studierenden Kompetenzen vermittelt, um sich im Studium und Studienalltag zurechtzufinden.

Die ersten drei Semester vermitteln fundierte Grundlagen aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften, Wirtschafts-, Informations-, Rechts- und Sozialwissenschaften. Im zweiten Studienabschnitt (4. bis 7. Semester) wird auf die bisher erlangten Grundkenntnisse mit praxisbezogenen und zahlreichen interdisziplinären Fächern aufgebaut. Das 6. und 7. Semester gestaltet sich weitgehend individuell je nach gewählten Vertiefungskombinationen.

Das 5. Semester ist ein betriebspraktisches Studiensemester. Dieses umfasst 20 Wochen in Unternehmen des In- oder Auslands. Neben der fachlichen Ausbildung dient Ihnen das praktische Studiensemester vor allem dazu, Einblicke in die späteren Berufsfelder zu gewinnen und die Wahl der Vertiefungskombination zu erleichtern.

Die Bachelor-Thesis wird im 7. Semester erstellt. Nach dem erfolgreichen Studium verleiht die Hochschule den akademischen Grad Bachelor of Engineering (B.Eng.).

Je nach Wahl der Vertiefungskombination finden die Absolventinnen und Absolventen ihre Arbeitgeber in den verschiedensten Beschäftigungssektoren und Wirtschaftsbranchen. Auffällig ist, dass in gehobenen Führungspositionen oftmals Personen mit einem abgeschlossenen Wirtschaftsingenieurstudium tätig sind. Für den Berufseinstieg stehen den Absolvent*innen des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen eine große Breite an Tätigkeiten offen:

  • Key-Account-Manager*in
  • Marketingexpert*in
  • Produktmanager*in
  • Projektingenieur*in
  • Prozessdesigner*in (Industrial Engineering)
  • Lean Manager*in
  • Digitalisierungsexpert*in
  • Logistikexpert*in
  • Strategische Einkäufer*in
  • Qualitätsmanager*in
  • Controller*in
  • IT-Administrator*in
  • Consulting-Expert*in

Eine weitere Möglichkeit ist die Vertiefung und Spezialisierung der akademischen Ausbildung im anschließenden Master-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Offenburg.

Lucille Leipnitz

"Ich finde die fundierte Grundlagenausbildung in der Technik, Wirtschaft und im Ingenieurwesen richtig gut. Ich möchte später gerne einmal bei einem der Hidden Champions in der Region arbeiten. Hierfür bietet mir das Studium die optimalen Voraussetzungen."

Marius Volz

"Mir gefällt das moderne Ambiente am Bildungscampus in Gengenbach. Besonders beeindruckend sind die Labore wie das Lean Manufacturing- oder das Virtual Engineering-Labor. Sie ermöglichen ein anschauliches und praxisnahes Lernen."

Florian Glatt

"Ich mag den Kontrast zwischen dem modernen Bildungscampus und der  historischen Atmosphäre von Gengenbach.  Die Verbindung einer interessanten Umgebung mit dem Studium ist ein großes Plus des Campus Gengenbach."

Pawel Astankow

"Mir gefällt die Übersichtlichkeit der Hochschule. Entsprechend leicht findet man sich nach kurzer Zeit zurecht. Richtig gut finde ich die kleinen Unterrichtsgruppen und die angenehme Nähe zu den Professoren und dem Studierendensekretariat."

Abschlussgrad Bachelor of Engineering (B.Eng.)
Unterrichtssprache Deutsch; einzelne Lehrveranstaltungen in englischer Sprache möglich.
Regelstudienzeit 7 Semester (inkl. ein Praktikumssemester)
Studienbeginn Wintersemester
Ende Bewerbungsfrist 24. September
Studiengebühren Semesterbeitrag in Höhe von 134,00 Euro
Ggf. werden zusätzlich folgende Gebühren erhoben:
- 1500 EUR Studiengebühren des Landes Baden-Württemberg für Internationale Studierende
- 650 EUR Zweitstudiengebühren des Landes Baden-Württemberg
Nähere Informationen finden Sie hier.
Zulassungsvoraussetzungen Allg. oder fachg. Hochschulreife, Fachhochschulreife
Vorpraktikum nicht erforderlich
Auswahlverfahren Nein
Akkreditierung Ja
ECTS 210 credits

Wichtige Links
 

Studien- und Prüfungsordnung

Bestimmungen über den formalen Ablauf von Studium und Prüfungen sowie über die Zulassungsbedingungen zu Prüfungen

Modulhandbuch

Inhaltliche Beschreibung der Lehrfelder des Studiengangs

Einstieg ins Studium

Campus-Rallye, Infostände, Vorträge, Laborrundgänge, eine Grillfete des Allgemeinen Studierendenausschusses und jede Menge neue Gesichter: An den Einführungstagen lernen die neuen Studierenden "ihre" Hochschule kennen. Unterstützt werden sie dabei vom Team des MINT-Colleges, das Semester für Semester ein informatives und abwechslungsreiches Programm für die Studienanfänger zusammenstellt.

Mentor*innen sind Studierende höherer Semester, die den neuen Studierenden in den Bachelor-Studiengängen eine erste Orientierung im Studium geben:

  • Wie organisiere ich am besten meinen Studienalltag?
  • Wie bereite ich mich auf Prüfungen vor?
  • Wo finde ich das Prüfungsamt?
  • Wie funktioniert die Oskarkarte?
  • An wen kann ich mich bei Problemen wenden?
  • Was läuft abends in Offenburg oder Gengenbach?

Bei diesen und vielen anderen Fragen helfen die Mentor*innen den neuen Studierenden weiter. Jedem Mentor/jeder Mentorin ist dabei eine kleine Gruppe neuer Studierender zugeordnet. Die Treffen finden üblicherweise zu Beginn des Semesters organisiert statt, beispielsweise am Einführungstag. Später werden Ort und Zeitpunkt von den Gruppen selbst organisiert.

"Die Mentorinnen und Mentoren werden angeleitet und begleitet, können sich bei Fragen jederzeit per E-Mail an uns wenden und tauschen sich bei Treffen untereinander und mit den Organisatoren über ihre Erfahrungen aus", berichtet Jacqueline Obermann, die das Mentor*innenprogramm lange Zeit betreut hat.

In eigener Sache: Wir sind immer auf der Suche nach engagierten Studierenden, die gern als Mentorin oder Mentor neuen Studierenden den Einstieg an der Hochschule erleichtern möchten. Fragen rund um das Programm beantwortet gern Justine Schindler.

Aktueller Hinweis für das Wintersemester 2021/2022:
Auch in diesem Semester findet das Mentor*innenprogramm statt, allerdings betreuen die Mentorinnen und Mentoren die neuen Studierenden derzeit virtuell.

Sie sind eine neue Studierende/ein neuer Studierender und noch nicht Teil einer Mentor*innengruppe? Schreiben Sie einfach eine kurze Nachricht an die Koordinatorin des Mentor*innenprogramms: justine.schindler@hs-offenburg.de

Um Studierenden den Einstieg ins Studium zu erleichtern, bietet die Hochschule Offenburg vor dem eigentlichen Vorlesungsbeginn als Brücke zwischen Schule/Beruf und Studium verschiedene Vorkurse an. Die Brückenkurse finden zwei Wochen vor Semesterbeginn statt und werden von erfahrenen Dozenten geleitet. Die Themen sind mit den Dozenten der Erstsemester-Vorlesungen abgestimmt. Die Gruppeneinteilung erfolgt nach Studiengängen, die Gruppengrößen erlauben ein Eingehen auf individuelle Fragen. Bisherige Teilnehmende bewerteten die Kurse als sehr hilfreich.

Sie sollten die Vorkurse unbedingt besuchen, falls mindestens eine der folgenden Bedingungen auf Sie zutrifft:

  • Längerer zeitlicher Abstand zur Schulzeit
  • Kein Abitur
  • Mathe-Schulnote schlechter als 2,0
  • Starker Einsatz des grafikfähigen, programmierbaren Taschenrechners
  • Oder falls Sie auf-Nummer-sicher-gehen und schon Ihre Mit-Studierenden kennenlernen möchten

Mathe-Tests zu Beginn des ersten Semesters zeigen den Vorsprung der Vorkurs-Teilnehmenden gegenüber den Nicht-Teilnehmenden.

Die genauen Termine der Brückenkurse finden Sie hier.