Maschinenbau / Mechanical Engineering

Um was geht es ?

Der Master-Studiengang Maschinenbau/Mechanical Engineering baut auf dem Bachelor-Studiengang Maschinenbau der Hochschule Offenburg auf. Er eignet sich aber auch für Absolventen und Absolventinnen affiner Studiengänge zur Vertiefung der Kenntnisse und zur Profilbildung. Letztere erfolgt durch die Auswahl verschiedener Wahlpflichtfächer und eine entsprechende Themensetzung in der Seminar- und Masterarbeit. Innerhalb der insgesamt elf Wahlpflichtfächer haben Studierende zudem die Möglichkeit Schwerpunkte in folgenden sechs Bereichen zu setzen:

  • Automotiv
  • Biomechanik
  • Mechatronik
  • Produktentwicklung
  • Simulation
  • Werkstofftechnik

Diese Schwerpunktbereiche spiegeln die Forschungsaktivitäten der Fakultät Maschinenbau und Verfahrenstechnik wider. Wird im Rahmen der Wahlpflichtfächer und der Seminararbeit eine bestimmte Creditzahl (mindestens 18 ECTS) in einem Schwerpunktbereich erzielt, kann dieses auf Antrag als Schwerpunkt im Zeugnis ausgewiesen
werden.

Absolventen des Studiengangs haben sehr gute Berufsaussichten in Unternehmen der Region. Aber auch bundesweit und international hat dieser anerkannte Studienabschluss einen hohen Stellenwert. Er ist auch geeignet zur Vorbereitung einer wissenschaftlichen Laufbahn. So berechtigt der Abschluss Master of Science zur Laufbahn des höheren Dienstes und ist damit dem Universitätsabschluss gleichgestellt.

Der Masterstudiengang Maschinenbau/Mechanical Engineering hat eine Regelstudienzeit von drei Semestern (90 ECTS). Während des ersten und zweiten Fachsemesters vermittelt er vor allem theoretische Inhalte. Dabei werden zum einen ingenieurwissenschaftliche Grundlagen vertieft (Höhere Mathematik, Technische Mechanik, Technische Thermodynamik) und zum anderen in den Wahlpflichtfächern Spezialkenntnisse zu den Schwerpunktthemen vermittelt. Außerdem muss eine Studienarbeit verfasst werden, bei welcher durch ein parallel stattfindendes Seminar das korrekte wissenschaftliche Arbeiten geschult wird. Im dritten Semester steht die Masterarbeit an.

Neben der Vermittlung von anwendungsbezogenen, vertieften ingenieurwissenschaftlichen Kenntnissen ist auch die Förderung des teamorientierten Arbeitens ein Ziel des Studiums. Die Studierenden lernen die entsprechenden Soft Skills wie Teamarbeit, Präsentationstechniken und Projektarbeiten.

Die Ausbildung findet weitestgehend in kleinen Gruppen statt. Dies ermöglicht einen engen Kontakt zu den Professoren und Professor*innen.

 

Die folgende Grafik zeigt den Studienverlauf:

Im Rahmen der Wahlpflichtfächer  haben Studierende die Möglichkeit sechs verschiedene Schwerpunkte zu setzen. Wird im Rahmen der Wahlpflichtfächer und der Seminararbeit eine bestimmte Creditzahl (mindestens 18 ECTS) in einem Schwerpunkt erzielt, kann dieses auf Antrag als Schwerpunkt im Zeugnis ausgewiesen werden. Die Schwerpunkte sind:

 

Im Schwerpunkt Automotive können die Studierenden in studentischen Projekten (Hocheffizienzfahrzeuge Schluckspecht, Black Forest Formula Team) aktuelle Themen des Fahrzeugbaus wie bspw. Leichtbau und batterieelektrische Antriebe in Theorie und Praxis umsetzen. Neben den Projekten gibt es vertiefende Vorlesungen die das Wissen im Automotivebereich stärken. So werden neben Methodenwissen (Lattice Boltzmann Methode) auch zunehmend wichtige Themen wie Technische Akustik angeboten

 

Im Biomechanik Schwerpunkt wird die Konstruktion und Evaluation von Systemen in der Mensch-Technik Interaktion im Rahmen von Projektarbeiten behandelt. Hierbei werden ingenieurwissenschaftliche Methoden zur Verbesserung und Neuentwicklung von biomechanischen Technologien (Prothesen, Orthesen, Sportgeräte, Schuhwerk) angewendet. Weiterhin können Methoden zur biomechanischen Evaluation innovativer Produkte mit State of the Art Methoden der 3D Bewegungsanalyse im Biomechanik Labor der Hochschule erlernt und für die Beantwortung gezielter Fragestellungen eingesetzt werden.

 

In der Mechatronik werden die Kompetenzen aus den zentralen Ingenieursdisziplinen Elektrotechnik und Maschinenbau sowie der Informatik vereint. In dem Schwerpunkt werde diese zu einem interdisziplinären und systemtechnischen Denken verbunden, welches auf dem Arbeitsmarkt immer mehr gefragt ist. Dazu gehört die Vermittlung von praxisbezogenen und zukunftsfähigen Lerninhalten zu Themen wie der aktuellen industriellen Digitalisierung und der modernen Mobilität. Ergänzt wird dies durch studentische mechatronische Projekte wie das Black Forest Formula Team, Schluckspecht und Sweaty.

 

Ein strukturierter Innovationsprozess ist heute ein unverzichtbarer Erfolgsfaktor, um die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit  von Industrieunternehmen zu steigern. In der innovativen Produktentwicklung helfen die Theorie des erfinderischen Problemlösens TRIZ (VDI 4521) und der Advanced Innovation Design Approach technische Aufgabenstellungen systematisch anzugehen, Quantensprünge durch Lösung schwieriger Probleme zu erzielen und innovative zukunftsorientierte Produkte mit hohem Marktpotenzial zu schaffen. Somit gehören die Gestaltung des Innovationsprozesses und Innovationsmanagements sowie die Best-Practice Innovationsmethoden  zu den Schwerpunkten der modernen Produktentwicklung.
 

 

Die Simulation von Apparaten, Maschinen und Prozessen nimmt im Maschinenbau eine immer größere Bedeutung ein. Der Studiengang MME berücksichtigt dies durch Module im Pflichtbereich (Numerische Fluidmechanik, Modellbildung und Simulation, Finite Elemente Methoden). Die nötigen Grundlagen werden in den Modulen Höhere Mathematik und Technische Mechanik IV vermittelt.

Darüber hinaus werden im Wahlmodul Technik Wahlfächer aus unseren Forschungsbereichen angeboten, die der zunehmenden Bedeutung der Simulation Rechnung tragen.

 

Eine konsequente Umsetzung von Ressourcen- und Energieeffizienz führt dazu, dass Bauteile von Maschinen und Anlagen komplexer und deren thermische und mechanischen Belastungen höher werden. Ein fundiertes Wissen über werkstofftechnische und -mechanische Vorgänge bei der Herstellung und im Betrieb wird für die Entwicklung von zuverlässigen Bauteilen daher immer wichtiger. In Wahlmodul Werkstofftechnik werden Wahlfächer wie Hochtemperaturwerkstoffmechanik und werkstoffbasierte FEM angeboten, in denen wichtige Aspekte vorgestellt und gleichzeitig mathematische Modelle für die simulationsbasierte Entwicklung in Computerlaboren umgesetzt werden.

Der Master of Science des Maschinenbaus ist ein international anerkannter zweiter Studienabschluss.
Er ist auf Führungspositionen mit fachlicher Verantwortung ausgerichtet und eignet sich zur Tätigkeit in Unternehmen mit internationaler Ausrichtung. Der Abschluss Master of Science ist dem eines Universitätsabschluss gleichgestellt.

Einstiegsmöglichkeiten in Unternehmen
Die Fakultät Maschinenbau und Verfahrenstechnik ist sehr gut mit den Unternehmen und Weltmarkführern der Region südlicher Oberrhein verknüpft. Durch diese Kontakte haben die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Maschinenbau/Mechanical Engineering sehr gute Einstiegsmöglichkeiten. Auf der CAREER-Messe der Hochschule Offenburg, die jährlich im Herbst stattfindet, präsentieren sich mittlerweile mehr als 110 Unternehmen auf der Suche nach hoch qualifizierten Ingenieuren. Weitere Informationen zu der Veranstaltung gibt es auf der Seite der CAREER-Messe.

Promotionsmöglichkeiten
Der Studiengang Maschinenbau/Mechanical Engineering ist durch die Systemakkreditierung der Hochschule Offenburg einem Universitätsabschluss gleichgestellt und ermöglicht den direkten Zugang zur Promotion an einer deutschen Hochschule ohne weitere Eignungsprüfung.
Um die Promotionen von Absolventinnen und Absolventen mit HAW-Abschluss zu fördern, bieten die Hochschule Offenburg und die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg seit einigen Jahren ein kooperatives Promotionskolleg an. Weitere Informationen zu dem Promotionskolleg gibt es auf der Seite Promotion.
Das Land Baden-Württemberg fördert weiterhin Einzelpromotionen von HAW-Absolventinnen und -Absolventen mit Stipendien.
 

 

Alexandra Huber

Entwicklungsingenieurin, Mulag Fahrzeugwerk Heinz Wössner GmbH u. Co. KG

Porträt Alexandra Huber
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Der Bachelor-Studiengang Maschinenbau steigerte kontinuierlich meine Begeisterung für die Technik.

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Im darauffolgenden Masterstudium konnte ich schließlich meine bevorzugten Interessen mit den Schwerpunkten Fahrzeugtechnik und Simulation vertiefen. Diese bilden heute die optimale Basis für meine berufliche Tätigkeit als Entwicklungsingenieurin, bei der ich kreativ und im Team an der Neu- und Weiterentwicklung von Fahrzeugen und Geräten mitwirke. Durch mein Studium an der Hochschule Offenburg habe ich mir tiefgreifendes ingenieurwissenschaftliches Know-How angeeignet, auf das ich heute jederzeit zurückgreifen und mich fachlich in unterschiedlichen Bereichen weiterentwickeln kann.

Bachelor-Studiengang Maschinenbau (MA) und Master-Studiengang Maschinenbau/Mechanical Engineering (MME)

Natalie Oberle

Technische Mitarbeiterin, Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM)

Porträt Nathalie Oberle
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Im Bachelor „Maschinenbau/Werkstofftechnik“ und im Master „Maschinenbau/Mechanical Engineering“ habe ich viel gelernt, das in meinem heutigen Beruf, im Bereich Materialforschung, Anwendung findet.

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Bei der Konstruktion von Prüfaufbauten fließen beispielsweise die Inhalte von technischer Dokumentation bis hin zur Thermodynamik II mit ein. Die passende Theorie, zu den verschiedenen Werkstoffprüfungen, wurde in zahlreichen Vorlesungen zur Werkstofftechnik, aber auch zur Elektrotechnik und Maschinenelementen gelehrt. In vielen Laboren und Vorlesungen wurde strukturiertes Arbeiten geschult. Dies stellt einer der wichtigsten Studieninhalte für mein Berufsleben dar. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ein großer Teil der Lehrinhalte meines Studiums noch heute Teil meines beruflichen Alltags sind".

Bachelor-Studiengang Maschinenbau/Werkstofftechnik (ME) und Master-Studiengang Maschinenbau/Mechanical Engineering (MME)

Tom Zähringer

Versuchsingenieur, AUMA Riester GmbH & Co. KG

Porträt Tom Zähringer
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Das Studium lehrte mich, neben dem obligatorischen und breitgefächerten Fachwissen, zwei der meiner Meinung nach wichtigsten Eigenschaften eines Ingenieurs.

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Das ergebnisorientierte Arbeiten unter Druck und das effiziente Einarbeiten in unbekannte Fachgebiete.

Bachelor-Studiengang Maschinenbau (MA) und Master-Studiengang Maschinenbau/Mechanical Engineering (MME)

Abschlussgrad Master of Science (M.Sc.)
Unterrichtssprache Deutsch
Regelstudienzeit 3 Semester
Studienbeginn Sommer- und Wintersemester
Ende Bewerbungsfrist 15. Januar / 15. Juli
Studiengebühren Verwaltungsgebühr
Zulassungsvoraussetzungen abgeschlossenes Bachelor- oder Diplomstudium
Vorpraktikum nicht erforderlich
Auswahlverfahren Ja
Akkreditierung Ja
ECTS 90 credits

Wichtige Links
 

Studien- und Prüfungsordnung

Bestimmungen über den formalen Ablauf von Studium und Prüfungen sowie über die Zulassungsbedingungen zu Prüfungen

Modulhandbuch

Inhaltliche Beschreibung der Lehrfelder des Studiengangs

Wahlfachliste

Eine Übersicht über die Wahlpflichtfächer und die in diesen möglichen Schwerpunkte

Qualifiktationsziele

 

 

Einstieg ins Studium

An den Einführungstagen lernen die neuen Studierenden "ihre" Hochschule Offenburg kennen. Unterstützt werden sie dabei vom Team der Hochschulkommunikation, das Semester für Semester ein informatives und abwechslungsreiches Programm für die Studienanfängerinnen und -anfänger zusammenstellt.

In den Fächern Mathematik und Physik bauen die Vorlesungen auf Schulwissen auf. Um Studienanfängerinnen und -anfängern den Übergang von Schule/Beruf ins Studium zu erleichtern, bietet die Hochschule Offenburg Vorkurse in diesen Fächern an, die jeweils zwei Wochen vor Vorlesungsbeginn stattfinden. Die Kurse dienen der Auffrischung und Vertiefung von Schulstoff, aber auch der Einführung in einige Themen, die nicht in allen Bildungsplänen enthalten sind. Vorkurse gibt es auch für einige der Informatik-Studiengänge zur Erleichterung des Einstiegs in die Programmierung.

Neue Studierende sollten die Vorkurse unbedingt besuchen, falls mindestens eine der folgenden Bedingungen auf sie zutrifft:

  • Längerer zeitlicher Abstand zur Schulzeit
  • Kein Abitur
  • Lediglich den Mathe-Grundkurs belegt
  • Mathe-Schulnote schlechter als 2,0
  • Starker Einsatz des grafikfähigen, programmierbaren Taschenrechners
  • Auf-Nummer-sicher-gehen wollen
  • schon Mit-Studierende kennenlernen möchten

Mathe-Tests zu Beginn des ersten Semesters zeigen den Vorsprung der Vorkurs-Teilnehmenden gegenüber den Nicht-Teilnehmenden.

Die genauen Termine der Vorkurse gibt es auf der Vorkurs-Seite des MINT-Colleges.

Mentor*innen sind Studierende höherer Semester, die den neuen Studierenden in den Bachelor-Studiengängen eine erste Orientierung im Studium geben:

  • Wie organisiere ich am besten meinen Studienalltag?
  • Wie bereite ich mich auf Prüfungen vor?
  • Wo finde ich das Prüfungsamt?
  • Wie funktioniert die Oskarkarte?
  • An wen kann ich mich bei Problemen wenden?
  • Was läuft abends in Offenburg oder Gengenbach?

Bei diesen und vielen anderen Fragen helfen die Mentor*innen den neuen Studierenden weiter. Jedem Mentor/jeder Mentorin ist dabei eine kleine Gruppe neuer Studierender zugeordnet. Die Treffen finden üblicherweise zu Beginn des Semesters organisiert statt, beispielsweise am Einführungstag. Später werden Ort und Zeitpunkt von den Gruppen selbst organisiert.

"Die Mentorinnen und Mentoren werden angeleitet und begleitet, können sich bei Fragen jederzeit per E-Mail an uns wenden und tauschen sich bei Treffen untereinander und mit den Organisatoren über ihre Erfahrungen aus", berichtet Jacqueline Obermann, die das Mentor*innenprogramm des vom MINT-Colleges lange Zeit betreut hat.

In eigener Sache: Das MINT-College ist immer auf der Suche nach engagierten Studierenden, die gern als Mentorin oder Mentor neuen Studierenden den Einstieg an der Hochschule erleichtern möchten. Fragen rund um das Programm beantwortet gern Justine Schindler.

Neue Studierende/neuer Studierender und noch nicht Teil einer Mentor*innengruppe? Einfach eine kurze Nachricht an die Koordinatorin des Mentor*innenprogramms schreiben: justine.schindler@hs-offenburg.de