Medizintechniker als Chefredakteure

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Von seiner täglichen Arbeit berichtete Dr. med. Oliver Erens den Medizintechnik-Studierenden des vierten Semesters. Doch was hat die Tätigkeit des Stuttgarter Arztes mit der Veranstaltung "Wissenschaftliches Arbeiten und Publizieren" zu tun?

Dr. med. Oliver Erens

Der Mediziner hat seinen weißen Kittel an den Nagel gehängt und ist Chefredakteur des Ärzteblattes Baden-Württemberg. Vor den Studierenden berichtete er über die Arbeitsabläufe in seiner Redaktion. Auf diese Weise gewährte er den Zuhörern unter anderem praktische und relevante Einblicke in die technische Herstellung, ins Layout oder in den Vertrieb.

Studierende entwickeln Strategie

Natürlich widmete sich Dr. Erens auch den "Königsdisziplinen" und verriet den Studentinnen und Studenten so manchen Trick und Kniff für das Verfassen von eigenen Texten oder für den Umgang mit Autoren und deren Manuskripten. Die Zuhörer durften sogar in die Rolle des Chefredakteurs schlüpfen und ein aktuelles Manuskript kritisch beurteilen, das wenige Monate zuvor bei der Redaktion eingereicht worden war. Auf Basis ihrer bisherigen Erkenntnisse aus der Vorlesung "Wissenschaftliches Arbeiten und Publizieren" konnten die Studenten gezielt eine Strategie entwickeln, wie sich der Beitrag weiter optimieren und vor allem kürzen lässt.

Praxisbezogene Lehre ist unverzichtbar

Dr. Erens war im realen Fall genauso vorgegangen und lobte jetzt die angehenden Medizintechniker für ihre konstruktive Manuskriptkritik. Am Ende waren sich die Studierenden einig: Seminare und Vorlesungen schaffen die fachlichen Grundlagen, aber ergänzende praxisbezogene Lehrveranstaltungen sind unverzichtbar. Dr. Erens wird daher auch in den kommenden Semestern sicherlich wieder als Gastdozent nach Offenburg zurückkehren. Der im Studiengang Medizintechnik lehrende Dozent Prof. Dr. med. Andreas Otte hatte den Chefredakteur an die Hochschule Offenburg eingeladen.