Trinationaler Schülerkongress Naturwissenschaft & Technik beeindruckt

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Schüler*innen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz präsentierten ihre Projekte an der Hochschule Offenburg.

Mehrere Erwachsene stehen vor einem Tisch mit Laugengebäck und lassen sich von Schülerinnen und Schülern etwas erklären.
© Hochschule Offenburg, Joerdis Damrath

Volker Schebesta, Isabelle Wolf und Stephan Trahasch (2. bis 4. von rechts) beim Rundgang über den Marktplatz der Möglichkeiten.

Ziel der zweitägigen Veranstaltung von Académie de Strasbourg und Regierungspräsidium Freiburg in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg war es, die Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 für das in der Grenzregion wichtige Arbeitsfeld der Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Sprachbarrieren abzubauen und den grenzüberschreitenden Austausch zu fördern.

Auf einem Markt der Möglichkeiten präsentierten die rund 150 Jugendlichen aus mehr als 20 verschiedenen Schulen und Einrichtungen gut 40 Projekte, die sie in den vergangenen Monaten im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht erarbeitet hatten. Dabei hatten sie sich mit einer Vielzahl an aktuellen, gesellschaftlich relevanten Fragen beschäftigt. So reichten die Themen von Solar-Lastwagen, autonomem Fahren und modularen Parkplatzüberdachungen über die Sichtbarmachung von Feinstaub, seniorenfreundlichen Fußgängerampeln, smarten Erste-Hilfe-Kästen, die Proteingewinnung aus Hefezellen als Fleischersatz, smarten Wetterstation, Gluten, Heizen ohne Heizung und Haaren am Limit bis hin zu Casinospielen für den PC, Discoboxen, Seifenblasenmaschinen und Biereinschenkautomaten. Isabelle Wolf, die Beraterin des Rektors der Académie de Strasbourg, Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, und Stephan Trahasch, Rektor der Hochschule Offenburg, zeigten sich bei ihrem Rundgang über den Markt beeindruckt vom Engagement, den Forschungsleistungen und der Kreativität der Jugendlichen. Diese wurde auch in den Vorträgen deutlich, in denen die einzelnen Projektgruppen ihre jeweiligen Ergebnisse den anderen Teilnehmenden vorstellten. So machten die Untersuchungen zur Chemie und Physiologie der Weinblätter einer deutsch-französischen Gruppe beispielsweise deutlich wie Herbstfarben im Rebstock entstehen. Die Jugendlichen der Mildred-Scheel-Schule in Böblingen und des Lycée Amelie Zurcher in Wittelsheim wurden dafür bei der abschließenden Auszeichnung der besten Poster mit dem ersten Preis belohnt.  Den zweiten Preis erhielt eine Gruppe vom Collège St. Etienne in Strasbourg, die sich unter der Überschrift "Leaf it Green, Keep it Green!" mit der Auswirkung von Umweltverschmutzungen auf Blätter beschäftigt hatte. Und den dritten Preis bekam eine Gruppe vom Windeck-Gymnasium in Bühl, die die Chemie der Schokolade untersucht hatte. Der Schülerpreis, für den die Teilnehmenden selbst abgestimmt hatten, ging an eine Gruppe von der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Tuttlingen für ihre Lichtfotografie mit einer Ein-Pixel-Kamera. 

Vorlesungen von Professorinnen und Professoren sowie Besuche in verschiedenen Laboren der Hochschule Offenburg sorgten zwischendurch für Abwechslung bei den Schülerinnen und Schülern.

Insgesamt sei diese andere Form des Lernens ein starkes Signal für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit und fördere auch die interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, waren sich Wolf, Schebesta und Trahasch einig. Und das sei umso wichtiger, als das Europa von Morgen kluge Köpfe brauche, um die anstehenden Harausforderungen zu bewältigen.  

Impressionen vom trinationalen Schülerkongress