Mehr Sicherheit für Radfahrende und Fußgänger*innen: Neue Solarleuchten am Kanaldamm in Rastatt im Test

Im Rahmen von move.mORe erprobt die Stadt Rastatt eine innovative Solarbeleuchtung auf einer ausgewählten Strecke.

Neue Solarbeleuchtung am Kanaldamm in Rastatt
© Hochschule Offenburg

Auf einem Abschnitt am Damm entlang des Gewerbekanals Richtung Kuppenheim wurden testweise fünf autarke Solarleuchten aufgestellt, die seit Montag 23. Februar, in Betrieb sind. Die Erprobung ist zunächst für rund zwei Monate vorgesehen. Damit wird eine ausgewählte Maßnahme des Mobilitätskonzepts der Stadt Rastatt umgesetzt. Durchgeführt wird das Vorhaben im Rahmen von move.mORe, dem Verbundprojekt der Hochschulen Karlsruhe und Offenburg zum Thema nachhaltige Mobilität.

"Verschiedene Umfragen zeigen: Viele Radfahrende fühlen sich auf ihrem Arbeitsweg auch wegen mangelnder Beleuchtung unsicher", erklärt Felix Taubitz, akademischer Mitarbeiter im move.mORe-Teilprojekt "Radverkehrsnetze". "Mit der neuen Beleuchtung wollen wir nicht nur die Sicherheit erhöhen und damit Anreize schaffen, das Fahrrad häufiger zu nutzen, sondern auch eine umweltfreundliche Alternative zur herkömmlichen Straßenbeleuchtung testen."

Die innovative Beleuchtung benötigt keine klassische Stromversorgung über im Boden verlegte Kabel, da ihre Module den benötigten Strom autark über Solarenergie erzeugen. Dies ist vor allem außerorts relevant, wenn Bäume oder Wurzeln die Kabellegung erschweren. Um den Stromverbrauch möglichst gering zu halten und die Beleuchtung auch im Winter bei reduzierter Sonneneinstrahlung zu gewährleisten, leuchten die Lampen nur bei Dunkelheit und Bewegung. Dadurch werden auch mögliche Beeinträchtigungen der Fauna auf ein Minimum reduziert.

Während der Testphase wird nun untersucht, wie sich die neue Technik auf die Anzahl der Radfahrenden sowie auf die Umgebung auswirkt. Ziele sind weiterhin, die Praxistauglichkeit und Umweltverträglichkeit nachhaltiger Beleuchtungslösungen unter realen Bedingungen zu ermitteln.

Die Stadt Rastatt setzt damit ein Zeichen für nachhaltige Mobilität und innovative Infrastruktur, die den Radverkehr sicherer und attraktiver macht.