Mechatronik und Autonome Systeme

Um was geht es ?

Mechanik, Elektronik und Informatik - dieser Studiengang bündelt gleich drei Fachrichtungen unter einem Dach. Der Studiengang Mechatronik und Autonome Systeme spiegelt die komplexen Systeme wider, die längst zu unseren täglichen Begleitern geworden sind: Autos, Roboter, Flugzeuge oder Fertigungsanlagen sind Gesamtsysteme mit Komponenten aus unterschiedlichen Fachrichtungen - hierfür werden Mechatroniker*innen gebraucht.

Ab dem 6. Semester können Sie zwischen den Schwerpunkten "Fahrzeugmechatronik und Elektromobilität" und "Industrielle Mechatronik und Robotik" wählen.

Das Studium der Mechatronik und autonome Systeme ist auf insgesamt 7 Semester angelegt und in zwei Studienabschnitte gegliedert. Optional kann diesem Studiengang das Einstiegssemester startING zur Studienfachorientierung und zum zeitlich entzerrten Einstieg in das Fachstudium vorgeschaltet werden.

Die Lehrinhalte des zwei-semestrigen Ersten Studienabschnittes garantieren, dass die spätere berufliche Tätigkeit auf einem soliden Fundament steht.

Neben den klassischen Fächern Mathematik und Physik wird eine umfassende Einführung in grundlegende Gebiete der Technischen Mechanik, der Elektrotechnik und der Informatik vermittelt. Im 5. Semester erfolgt das Praxissemester.

Es besteht die Möglichkeit, die Schwerpunkte Fahrzeugmechatronik und Elektromobilität sowie Industrielle Mechatronik und Robotik zu studieren. Die Bachelor Thesis schließt das Studium ab.

Typisch für das anwendungsorientierte Studium an einer Hochschule sind:

  • die große Anzahl vorlesungsbegleitender Labore, die das Verständnis von Sachverhalten erleichtern
  • Praxissemester (PS) im 5. Semester, das zeitlich überwiegend in Industrieunternehmen absolviert wird

1. Fahrzeugmechatronik und Elektromobilität

Dieser Schwerpunkt beschäftigt sich hauptsächlich mit mechatronischen Systemen in Fahrzeugen. Früher brauchten Autos Strom nur für Anlasser, Zündung und Licht. Heute gehören mechatronische Systeme wie Einparkhilfe, Antiblockiersystem (ABS) und das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) zur Grundausstattung im Fahrzeugbereich.

Zusätzlich wird der Grundstein für die Entwicklungen in der Elektromobilität und dem hochautomatisierten Fahren gelegt, dessen Funktionsweise in den Veranstaltungen zu den autonomen Systemen erläutert wird.

Der Schwerpunkt Fahrzeugmechatronik beinhaltet folgende Module/Lehrveranstaltungen:

  • Fahrzeugmechatronik
  • Fahrzeugtechnik und Antriebe
  • Elektromobilität
  • Fahrzeugelektronik

2. Robotik und industrielle Mechatronik

In den Industriehallen und Fertigungsbetrieben der Zukunft kommunizieren die Maschinen miteinander und besitzen selbstoptimierende Eigenschaften. Die Ingenieur*innen dort sind in der Mehrheit Mechatroniker*innen. Sie planen die Betriebsabläufe und passen auf, dass sich die Maschinen untereinander verstehen.

Unter dem Stichwort Industrie 4.0 und Digitalisierung werden automatisierte und roboterbasierte Produktionsprozesse stetig an Bedeutung gewinnen. Der Einsatz und die Funktionsweise moderner Robotiksysteme muss hierbei von den Ingenieur*innen geplant und beurteilt werden können.

Aber auch für den Aufbau und die Inbetriebnahme komplexer Fertigungs- und Prüfeinrichtungen werden Mechatroniker*innen gebraucht. Hierzu benötigen sie ein vertieftes Verständnis für die zu betreuenden Prozesse.

Der Schwerpunkt Industrielle Mechatronik beinhaltet folgende Module/Lehrveranstaltungen:

  • Bussysteme und Schnittstellen
  • Industrielle Mechatronik
  • Automatisierungssysteme
  • Robotik

Mechatroniker*innen planen, entwickeln, fertigen und managen komplexe Systeme. Sie arbeiten beispielsweise an Robotern, Flugzeugen, Autos oder Fertigungsanlagen. Mechatroniker*innen sind sehr gefragt und haben weltweit beste Berufsaussichten.

Der verstärkte Bedarf an fachkundigen Ingenieur*innen für autonome Systeme spiegelt sich zum einen in dem Themenfeld Industrie 4.0 wider, zum anderen benötigt die Automobilindustrie verstärkt Fachkräfte, die sich mit dem Einsatz und der Programmierung hochautomatisierter Fahrzeuge beschäftigen sowie Kernkompetenzen in der Funktionsweise und dem Betrieb von elektrisch betriebenen Automobilen aufweisen.  

Mit dem erreichten „Bachelor of Engineering” können die Absolvent*innen ihre Talente und ihr Wissen in einer Schlüsseltechnologie der Industrie und Wirtschaft zur Verfügung stellen.

Alternativ kann man einen fachwissenschaftlich vertiefenden Master-Studiengang anschließen (wie zum Beispiel den Masterstudiengang Elektrotechnik/Informationstechnik (EIM),den Master Mechatronik und Robotik (MMR) oder den Master Maschinenbau/Mechanical Engineering (MME)) und sich damit für eine Tätigkeit in Forschung und Entwicklung weiter qualifizieren.

Aufgrund der anhaltend großen Nachfrage der Industrie, insbesondere auch der heimischen Industrie, an qualifiziert ausgebildeten Ingenieur*innen mit mechatronisch orientiertem Ausbildungsprofil sind die beruflichen Perspektiven ausgezeichnet.

Fabian Hornstein

Ich studiere Mechatronik, da ich der Meinung bin, dass Forschung und Entwicklung nur fachgebiets-übergreifend zum sicheren Erfolg führen. Die Interdisziplinarität des Studiengangs finde ich zudem sehr ansprechend, da ich mich für jeden der einzelnen Fachbereiche begeistern kann.

Sabine Binninger (B.Eng.)

Das Mechatronik-Studium hat mir das technische Grundwissen für meine tägliche Arbeit als Patentingenieurin vermittelt. Darüber hinaus war das Studium Voraussetzung für meine Ausbildung zum zugelassenen Vertreter vor dem europäischen Patentamt (engl. European Patent Attorney).

Nico Koller

Die Vielseitigkeit des Studiengangs Mechatronik hat mich von Anfang an begeistert. Es werden Themen aus dem Bereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik behandelt und machen diesen Studiengang sehr flexibel. Durch die Vielzahl vorlesungsbegleitender Labore und Projekte komme ich voll auf meine Kosten und das Studieren macht zusätzlich Spaß.

Sandor Hertig (B.Eng.)

Die Fachrichtungen Mechanik und Elektronik verschmelzen heute in der Praxis immer mehr. Das Mechatronik Studium ermöglicht einem, dieses Spektrum komplett zu überschauen und sich gleichzeitig gezielt mit diesen Themenschwerpunkte zu beschäftigen. Somit lernt man, sich als Generalist zu spezialisieren, um sich den individuellen beruflichen Anforderungen zu stellen.

Alexander Sperka

Mechatronische Kompetenzen werden in Zeiten der vollständigen Vernetzung und des exponentiellen Technologiewachstums mit jedem Tag wertvoller. Sei es im Bereich Internet of Things oder Autonomous Driving, noch nie wurden mehr dieser branchenübergreifenden Fähigkeiten in der Industrie benötigt.

Abschlussgrad Bachelor of Engineering (B.Eng.); dieser Studiengang ist auch ausbildungsbegleitend studierbar im Rahmen des Studienprogramms StudiumPLUS: Studium+Ausbildung . Abschlussgrad: Bachelor of Engineering (B.Eng.) und IHK Facharbeiterbrief in der kombinierten Berufsausbildung
Unterrichtssprache Deutsch
Regelstudienzeit 7 Semester (inkl. ein Praktikumssemester)
Studienbeginn Wintersemester
Ende Bewerbungsfrist 24. September
Studiengebühren Semesterbeitrag in Höhe von 134,00 Euro
Ggf. werden zusätzlich folgende Gebühren erhoben:
- 1500 EUR Studiengebühren des Landes Baden-Württemberg für Internationale Studierende
- 650 EUR Zweitstudiengebühren des Landes Baden-Württemberg
Nähere Informationen finden Sie hier.
Zulassungsvoraussetzungen Allg. oder fachg. Hochschulreife, Fachhochschulreife
Vorpraktikum erforderlich
Auswahlverfahren Nein
Akkreditierung Ja
ECTS 210 credits

Wichtige Links
 

Studien- und Prüfungsordnung

Bestimmungen über den formalen Ablauf von Studium und Prüfungen sowie über die Zulassungsbedingungen zu Prüfungen

Modulhandbuch

Inhaltliche Beschreibung der Lehrfelder des Studiengangs